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Theaterprogramm : Lustspiel-Klassiker und Wundersames

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Theater startet im Januar kulinarisch und endet mit einer deutschen Erstaufführung / Auf Musikfreunde wartet eine Offenbach-Operette

Ein musikalisch-amüsanter Kochkursus, ein operettenhafter Blick in Olymp und Unterwelt, die Tricks einer klugen Frau, die einen verbiesterten Offizier in die richtigen Bahnen lenkt sowie die Fähigkeit eines Mannes, durch Wände zu gehen – all das und noch viel mehr ist im Januar auf der Bühne im Theater in der Stadthalle zu erleben und mitzuverfolgen.

Den Startschuss ins neue Theaterjahr geben am Sonnabend, 4. Januar, die Hamburger Kammerspiele: „Pasta e Basta“ ist ein italienischer Koch- und Liederabend mit viel Amüsement von und mit Dietmar Löffler sowie Carolin Fortenbacher, Love Newkirk, Matthias Buss und Tommaso Cacciapuoti. Sie geben das Personal in Hamburgs pfiffigstem Restaurant: drei Köche, ein Kellner und eine Tellerwäscherin. Sie kochen die köstlichsten Gerichte und drücken dabei ihre Sehnsucht nach Italien musikalisch aus – wobei auch die Küchengeräte zum Einsatz kommen. Mit Liedern unter anderem von Adriano Celentano, Gianna Nannini und Paolo Conte will „Pasta e Basta“ den Geschmack des Publikums treffen.

Jacques Offenbach stellte in seiner Operette „Orpheus in der Unterwelt“ (1858) die antike Sage von Orpheus und Eurydike auf den Kopf und hielt seinen Zeitgenossen – der Spaßgesellschaft der Zweiten französischen Republik – den Spiegel vor: Orpheus, Direktor des Konservatoriums, will seine verstorbene Gattin durchaus nicht zurück, und Eurydike gefällt es in der Unterwelt bei Hans Styx und der sie umschwirrenden „Fliege“ ziemlich gut. Wenn Jupiter und das gesamte Personal des Olymps auch noch mitmischen, wird eine turbulente Handlung daraus und bietet dem Komponisten viele Anlässe zu flotten Liedern und Couplets, zu einer mitreißenden Ouvertüre und zu einem Höllengalopp, der zum berühmtesten Cancan der Welt wurde. Das Salzburger Operettentheater gastiert mit dieser musikalischen Persiflage am Mittwoch, 22. Januar, im Theater.

Am Donnerstag, 23. Januar, ist zum dritten Mal in dieser Spielzeit das „Theater an der Ruhr“ zu Gast in Neumünster. Nach Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ und Büchners „Woyzeck“ präsentiert das Ensemble jetzt eines der schönsten deutschen Lustspiele: „Minna von Barnhelm“ von Gotthold Ephraim Lessing. Die Theatertruppe ist dafür bekannt, dass sie klassische Stücke aus heutiger Sicht betrachtet und dabei erstaunliche Entdeckungen macht, die dem Publikum die alten Inhalte gegenwärtig machen.

Am Freitag, 24. Januar, geschieht im Theater etwas sehr Merkwürdiges: „Ein Mann geht durch die Wand“. Das „Euro-Studio Landgraf“ gastiert mit der deutschen Erstaufführung des begeistert aufgenommenen Chanson-Musicals nach der Novelle „Le Passe Muraille“ von Marcel Aymé. Die Musik dazu – „schwungvolle Musettewalzer und mitreißende Ohrwürmer“ – schrieb der große Filmkomponist Michel Legrand. Unter der Regie von Gil Mehmert spielt Mathias Schlung die Rolle des Postbeamten Dutilleul, den 1959 Heinz Rühmann im Film verkörperte. Dutilleul entdeckt zufällig, dass er durch Wände gehen kann. Diese Fähigkeit macht es ihm möglich, sich am ungeliebten Chef zu rächen, allerlei Schabernack zu treiben, seinen Mitmenschen zu helfen, vor allem aber das Herz seiner Nachbarin Isabelle zu erobern.


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erstellt am 02.Jan.2014 | 16:45 Uhr

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