Friedrich-Ebert-Krankenhaus : „Lucas“ rettet Leben

Der ärztliche Leiter der Intensivstation, Holger Brammer (von links), Chefarzt Prof. Dr. Andreas Schuchert und Mitarbeiter Gunnar Piltz demonstrieren an einer Puppe die Funktion von „Lucas“.
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Der ärztliche Leiter der Intensivstation, Holger Brammer (von links), Chefarzt Prof. Dr. Andreas Schuchert und Mitarbeiter Gunnar Piltz demonstrieren an einer Puppe die Funktion von „Lucas“.

Thoraxkompressor ersetzt die bisher übliche manuelle Herzdruck-Massage. Anschaffung wurde durch den FEK-Förderkreis möglich.

shz.de von
08. Juni 2014, 17:00 Uhr

Neumünster | Er ist leicht zu transportieren, einfach zu bedienen und in wenigen Sekunden einsatzbereit. „Lucas“ rettet seit Kurzem das Leben von Patienten im Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK). Gestern wurde der Thoraxkompressor, der die bisher übliche manuelle Herzdruck-Massage ersetzt, offiziell vorgestellt.

Ermöglicht wurde die rund 13 600 Euro teure Maschine zur Wiederbelebung durch Spendengelder der 180 Mitglieder des FEK-Förderkreises. „Eine tolle Investition“, schwärmte Holger Brammer, ärztlicher Leiter der internistischen Intensivstation. Am Anfang sei er äußerst skeptisch gewesen, dass eine strombetriebene Maschine tatsächlich die gleichen Erfolge bringt wie die bisher übliche Wiederbelebung per Hand. Doch eine sechsmonatige Testphase konnten ihn und Mitarbeiter Gunnar Piltz absolut überzeugen. „Sie ist sogar besser, weil sie gleichmäßig und ohne nachzulassen auch über Stunden einen Druck von 60 Kilogramm auf den Oberkörper ausübt.“ Auf diese Weise konnten schon mehrere Menschen im FEK wiederbelebt werden – „und was ganz wichtig ist: Sie gingen ohne bleibende Schäden“, ergänzt Gunnar Piltz. Das ist nicht selbstverständlich, denn schon eine kurze Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns kann zu Folgeschäden führen. Bei der Wiederbelebung zählen Sekunden. Weiterer Vorteil: Die knapp zehn Kilo wiegende, mobile Maschine arbeitet auch während des Transports von einer Station zu einer anderen zuverlässig, sogar eine weitere Behandlung während der Massage ist möglich. „Dadurch werden bei einem Einsatz weniger Mitarbeiter gebunden“, so Brammer.

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