Gedenken auch in Neumünster : Lotusblüten auf dem Teich erinnern an Hiroshima und Nagasaki

Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung setzen kleine Lotusblüten aus Papier auf den Teich.
Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung setzen kleine Lotusblüten aus Papier auf den Teich.

Rund 40 Teilnehmer erinnerten mit einer Schweigeminute an den Atombombenabwurf vor 74 Jahren.

23-12990414_23-55968518_1382712333.JPG von
06. August 2019, 18:07 Uhr

Mit einer Schweigeminute um 17.15 Uhr – 8.15 Hiroshima-Ortszeit – gedachten am Dienstag etwa 40 Menschen, darunter die Landtagsabgeordneten Kirsten Eickhoff-Weber (SPD), Aminata Toure (Grüne) und etliche Ratsmitglieder, an der Kieler Brücke der Opfer des Atombombenabwurfs auf die japanische Stadt vor genau 74 Jahren. Mehr als 200.000 Menschen fanden dabei und am 9. August 1945 beim Abwurf über Nagasaki den Tod.

Ansprache der Stadtpräsidentin

„Atomwaffen sind menschenverachtend“, sagte Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und betonte, dass die aktuellen politischen Meldungen wie das Ende des INF-Vertrages nichts Gutes verhießen. „Ich fürchte, dass wir ein neues atomares Aufrüsten nicht verhindern können. Aber wir können ein Zeichen setzen.“

Ratsversammlung setzte Zeichen

Das hat Neumünsters Ratsversammlung schon im Juni mit dem Beitritt zur weltweiten Bewegung „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) getan. Das sei kein Schönheitsbeschluss ohne Auswirkung. „Nein, wir machen was in Neumünster“, freute sich Silke Leng vom Friedensforum Neumünster. „Sonst wurde des Tags nur in größeren Städten gedacht. Gut, dass das jetzt auch in Neumünster so ist“, sagte Fritz Ewert, der sich bei der Partei Die Linke engagiert. Nach der Gedenkminute setzten die Teilnehmer kleine gebastelte Lotusblüten auf den Teich, den Abschluss bildete ein „Friedenspicknick“.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen