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Tungendorf : Loose-Platz: Eltern fordern Zebrastreifen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadt bestätigt Handlungsbedarf und sagt Ortstermin noch im November zu.

von
erstellt am 04.Nov.2014 | 05:30 Uhr

Neumünster | „Es muss endlich etwas passieren. Die Kinder kommen nicht gefahrlos über die Wilhelminenstraße.“ Helga Löhn, die Leiterin des Andreas-Kindergartens, sorgt sich wegen der sehr unübersichtlichen Verkehrssituation an Tungendorfs Stadtteilzentrum, dem Helmut-Loose-Platz.

Gestern übergab sie Listen mit 211 Unterschriften von Kita-Eltern und Gemeindemitgliedern der Andreaskirche an Tungendorfs Stadtteilbeiratsvorsitzenden Jürgen Böckenhauer. Gerard Respondik von der Elternvertretung der Pestalozzischule hat an der Grund- und Regionalschule weitere 56 Elternstimmen eingesammelt. Die Eltern fordern darin einen sicheren Überweg durch einen Zebrastreifen oder eine Ampel.

Bei Jürgen Böckenhauer und dem Stadtteilbeirat rennen sie mit ihrer Forderung offene Türen ein. „Der Helmut-Loose-Platz ist durch die neue Volksbankfiliale und das Ärztehaus belebt worden. Das wollen wir auch so, aber das bringt auch Probleme – nicht nur für Kinder, sondern auch für Ältere mit ihren Rollatoren“, sagte Böckenhauer: „Wir erwarten eine schnelle Lösung, die uns im August auch von Tiefbau-Leiter Ralf-Joseph Schnittker zugesagt wurde.“

Schnittker steht zu seinem Wort: „Wir stehen Gewehr bei Fuß für eine Ad-hoc-Lösung – wenn wir sie denn kennen.“ Dass es Handlungsbedarf gibt, ist auch für Neumünsters Stadt- und Verkehrsplaner Bernd Heilmann und Michael Köwer unstrittig. „Die Frage ist nicht, ob etwas passiert, sondern wo und wie viele sichere Überwege nötig sind, also ein oder zwei Zebrastreifen“, sagte Heilmann.

Genau diese Fragen sollen noch im November bei einem Ortstermin mit Stadt- und Verkehrsplanung, Polizei, Verkehrsaufsicht, Tiefbauamt, Stadtteilbeirat, Schule und Kita erörtert werden, betonte Köwer. Wird dabei eine Lösung gefunden, könne es noch im November den Zebrastreifen geben. So denn das Wetter mitspielt, denn bei Frost können keine Markierungen auf die Fahrbahn gebracht werden.

Eine Anfrage der Stadt bei der Polizei ergab, dass der Helmut-Loose-Platz und die Kreuzung Hürsland/Wilheminenstraße kein Unfallschwerpunkt sind. „In den vergangenen drei Jahren gab es hier sechs Unfälle. Kinder oder Radfahrer waren nicht beteiligt“, so Köwer.

So richtig überzeugen vermag das im Stadtteil nicht. „Trotz Tempo 30 fahren viele schneller, vor allem vom Hürsland aus“, sagte Helga Löhn. Stadtteilvorsteher Böckenhauer bezweifelte zudem den Aussagewert einer Verkehrszählung vom 4. Juni. Da hatte das neue Ärztehaus noch gar nicht geöffnet. Die Gestaltung des Helmut-Loose-Platzes soll Schwerpunkt einer Stadtteilbeiratssitzung im Dezember sein. Einen fertigen Entwurf wird die Stadt dann noch nicht vorlegen. „Für die Platzgestaltung wird ein externes Planungsbüro eingeschaltet“, sagte Bernd Heilmann.

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