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Preisgekrönte Naturfilme : Löwenabend auf der Kinobühne

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwei preisgekrönte Naturfilme vom Green-Screen-Festival wurden vor vollem Haus auf der Bühne des Theaters gezeigt.

Neumünster | Voller Freude stürmen die Kinder auf ihre Mütter und ihre Oma zu, begrüßen sie so wild, dass es den Alten bisweilen zu viel wird. Die Situation beschreibt die Wiedersehensfreude in einem Löwenrudel und war am Dienstagabend in dem Film „Wüstenkönige – Die Löwen der Namib“ im Rahmen der „Kinobühne“ zu sehen. 150 Cineasten kamen zu beiden Vorstellungen ins Theater der Stadthalle und waren schlichtweg begeistert von dem Löwenepos und dem zweiten Film „Tiermythen: Im Auge des Löwen“.

Beide Dokumentarfilme sind Preisträger des internationalen Naturfilmfestivals Green Screen im vergangenen Jahr. „Wir haben für heute Abend diese Auswahl getroffen, um zu zeigen, auf wie unterschiedliche Weise man ein Land filmisch präsentieren kann“, erklärte Michael von Bürk, Pressesprecher des renommierten Eckernförder Festivals.

Gemeinsam war den Filmen, dass sie die Grenzen zwischen Mensch und Tier verflachen und viele Berührungspunkte aufbauen. Mit beeindruckenden Bildern und ergreifender Musik ist „Wüstenkönige – Die Löwen der Namib“ von Lianne und Will Steenkamp ein hochemotionaler Film, der dem Zuschauer bewusst macht, wie viel Tier doch in uns Menschen steckt. Als Zuschauer freut man sich, wenn die tapsigen fünf Löwenjungen miteinander spielen, bangt um das Leben der erfahrenen 17-jährigen Löwen-Oma und bewundert das soziale Verhalten der Wildtiere in ihrem Überlebenskampf in der unwirtlichen Wüste Namib.

Über zwei Jahre hat das Filmteam das Rudel begleitet und die Entwicklung der jungen Löwen vom Milchbubi zum Mähnenträger dokumentiert. Wenn die Kamera in Zeitlupe eine Phalanx der bedrohten afrikanischen Wüstenlöwen wiedergibt oder eine gemeinsame Jagdszene auf eine Giraffe zeigt, dann ist Gänsehaut garantiert. „Teilweise war die Kamera nur wenige Meter entfernt von den Löwen, denn mit der Zeit gewöhnen sich die Tiere an die Anwesenheit der Menschen“, erklärte Michael von Bürk, der nach den Filmen offen für Zuschauerfragen war. Viele gab es nicht, denn die gewaltige Bilderflut der fremden Wüstenwelt verschlug manch einem die Sprache. „Ich bin sehr beeindruckt! Besonders gut hat mir der erste Film über die Löwen gefallen. Ich fand es traurig, als die Oma starb, denn die Jungen erschienen mir noch zu klein, um ohne sie zurecht zu kommen“, sagte die Besucherin Ilona Einfeldt.

Die Kinobühne wurde wieder vom Holsteinischen Courier präsentiert.

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