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SPD-Neujahrsempfang : Lob für das „Herz des echten Nordens“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer verteilte vor 160 Gästen Komplimente an den Messestandort Neumünster

von
erstellt am 18.Jan.2014 | 06:00 Uhr

„Die Kommunalwahl brachte nicht das erhoffte Ergebnis, auch mit der Bundestagswahl kann die SPD nicht zufrieden sein.“ – Das waren offene Worte der neuen Kreisvorsitzenden Kirsten Eickhoff-Weber beim SPD-Neujahrsempfang mit 160 Gästen im Holstenhallenrestaurant.

Dennoch strotzen die Sozialdemokraten in Stadt, Land und Bund zurzeit vor Selbstbewusstsein. „Die SPD hat sich in ihrem Jubiläumsjahr neu erfunden und Demokratie neu gewagt“, sagte Kirsten Eickhoff-Weber mit Blick auf das Mitgliedervotum zur Großen Koalition. Eickhoff-Weber: „Die SPD ist aus diesem Prozess gestärkt – und in Neumünster auch geeint – hervorgegangen.“

In Neumünster/Plön habe die SPD das beste Ergebnis eines Flächenkreises erreicht. Die SPD habe jetzt statt sechs wieder neun Abgeordnete aus Schleswig-Holstein in Berlin, sagte Birgit Malecha-Nissen, die über die Liste den Einzug in den Bundestag schaffte.

Fraktionschef Uwe Döring lobte die gute Zusammenarbeit mit den Grünen und der Fraktion von Bündnis für Bürger/Piraten in der Ratsversammlung: „Unterschiede zu respektieren, heißt Gemeinsamkeiten zu erkennen.“ Das gelte etwa für die wichtige Entscheidung über den Busverkehr in der Stadt, die Arbeitsplätze und Tarife gesichert habe. „Der ÖPNV ist kommunale Daseinsfürsorge und gehört in öffentliche Hand“, so Döring.

2014 werde durch den Bürgerentscheid zum Großflecken und den Bau des ECE-Einkaufszentrums geprägt. Letzteres werde Verkehrsprobleme schaffen. „Die Entscheidung ist nicht im Sinne der SPD gefallen, aber zu akzeptieren“, sagte Döring. Die SPD werde dafür sorgen, dass die Umgestaltung der Innenstadt nicht nur im Sinne von ECE, sondern im Sinne der Bürger erfolgt. Dabei machte er auch ein „kleines Dodenhof-Problem innerhalb Neumünsters“ aus: „Nortex darf nicht auf dem Altar von ECE geopfert werden.“

Für die Neujahrsrede hatten Neumünsters Sozialdemokraten Wirtschaftsminister Reinhard Meyer gewonnen, der die Qualitäten Neumünsters über den grünen Klee lobte und die Stadt unter Anspielung auf den neuen Image-Slogan des Landes als das „Herz des echten Nordens“ bezeichnete. Er komme sehr gerne nach Neumünster, auch ins Designer-Outlet-Center, und würde sich freuen, wenn dort die Erweiterung gefeiert wird. Ein bisschen geärgert habe er sich über die laute Kritik auch aus Neumünster an der Dodenhof-Erweiterung: „Bitte hier keine Kleinkriege führen.“

Neumünster ist für Meyer „die Messestadt und das Schaufenster des Landes“. Neben Hallen-Chef Dirk Iwersen bekamen auch die Stadtwerke ein Lob. Sie seien beim Ausbau der digitalen Infrastruktur „ganz vorne“. Wie zuvor schon Uwe Döring hob auch Meyer auf die Scharnier- und Brückenfunktion Neumünsters ab, das so Impulse setze. „Eine Stärke von Neumünster könnte sein, in der Region Kiel und über die Nordgate-Achse in der Metropolregion Hamburg aktiv zu sein.“

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