zur Navigation springen

Neumünster : Literatur-Nobelpreis macht Buchhändlerin fröhlich

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bücher des neuen Preisträgers Patrick Modiano waren gestern in Neumünster kaum zu bekommen.

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 16:44 Uhr

Neumünster | Der Tag der Verkündigung des Literatur-Nobelpreisträgers ist in jeder Buchhandlung quasi ein Feiertag, denn die Nachfrage nach den Werken des Preisträgers steigt eigentlich immer. Tina Krauskopf, Filialleiterin in der Buchhandlung Lübbert, war gestern ganz besonders euphorisiert: „Patrick Modiano war schon lange mein Favorit, und er hat es auch wirklich verdient.“

Ihr erster Modiano-Roman war 1987 „Eine Jugend“, und seitdem schätzt sie den französischen Autoren sehr. „Modiano hat mich mein ganzes Berufsleben als Buchhändlerin begleitet. Seine Romane erzählen so wunderschön von Freundschaft, Liebe und Familie. Ich habe zu Hause etwa einen Meter Modiano im Bücherregal stehen“, sagt Tina Krauskopf lachend.

In der Buchhandlung hatte sie dagegen kein einziges Werk von ihm vorrätig, aber sofort nach Bekanntgabe des Preisträgers hat sie reichlich Bücher bestellt. Bei Hugendubel war zumindest ein Roman von Modiano vorrätig.

Das ansonsten in Neumünster einzige öffentlich zugängliche Buch des neuen Nobelpreisträgers stand gestern Nachmittag in der Stadtbücherei. „Dora Bruder“ ist als Jugendbuch in der Geschichtsabteilung einsortiert, weil es von einem 15-jährigen, jüdischen Mädchen handelt, das 1941 in Paris unter deutscher Besatzung verschwunden war. Ein echter Renner ist das Buch allerdings in der Bücherei nicht: Seit 1999 wurde es genau zehnmal ausgeliehen, zum letzten Mal im Januar 2010.

Der Leiter der Stadtbücherei, Dr. Klaus Fahrner, hat zwar auch noch kein Werk von Modiano gelesen, aber er ist ihm als renommierter Autor bekannt. „Was ich bis jetzt über seine Bücher gehört habe, klingt verheißungsvoll“, sagte Fahrner.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen