Stadtverwaltung : „Liste Zwo“ schickt zwei Mitglieder in den Personalrat

Sabine Heidebrecht-Rüge
Sabine Heidebrecht-Rüge

Sabine Heidebrecht-Rüge bekam bei den Wahlen wieder die meisten Stimmen und bleibt Vorsitzende der Mitarbeitervertretung

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22. Mai 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Sabine Heidebrecht-Rüge (52) bleibt für weitere vier Jahre die Vorsitzende des städtischen Personalrats und damit die oberste Interessenvertreterin von 1189 Mitarbeitern im Rathaus, im Technischen Betriebszentrum und in den Kindertagesstätten. Sie erhielt bei der Personalratswahl die meisten Stimmen und wurde auf der konstituierenden Sitzung des Gremiums im Amt bestätigt.

In den Personalrat wurden außerdem gewählt: Georg Müller (Erster stellvertretender Vorsitzender), Lennart Grabandt (Zweiter stellvertretender Vorsitzender). Weitere Mitglieder sind Sarah Hüttinger, Sabine Johannsen, Andreas Pries, Peter Omland, Manuela Sander und Christiane Wilbrandt. Andreas Pries und Christiane Willbrandt hatten auf der „Liste Zwo“ kandidiert, einer Art Opposition gegenüber der Liste der Gewerkschaft Verdi, von der alle anderen Kandidaten gewählt wurden. Komplettiert wird der Personalrat durch die Beamten-Vertreter Anika von Hoff und Pierre Pascal Hein.

Die meisten Stimmen hatte Sabine Heidebrecht-Rüge bekommen (357). Dahinter lagen Georg Müller (308) und Peter Omland (280). Auf der Liste Zwo hatte Andreas Pries mit 159 Stimmen am besten abgeschnitten. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,6 Prozent.

Sabine Heidebrecht-Rüge ist studierte Wirtschaftsinformatikerin und seit 1998 bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Seit 2009 ist sie als Personalrätin freigestellt, seit 2010 als Vorsitzende. Damals hatte sie den langjährigen Chef Wolfgang Hanssen beerbt.

Sie gab sich nach der Wahl entschlossen: „Die Arbeit in der Stadtverwaltung wird für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer belastender. Durch verzögerte Personalaufstockungen bei zusätzlichen Aufgaben und Verzögerungen bei Nachbesetzungen kommt es verstärkt zu Überlastungssituationen, die nicht mehr hinnehmbar sind“, sagte sie.

Das dokumentiert aus ihrer Sicht auch die steigende Zahl von förmlichen Überlastungsanzeigen, die bei den jeweiligen Vorgesetzten eingereicht würden. Daraus wiederum resultiere auch der hohe Krankenstand. „Das ist Haushaltskonsolidierung auf dem Rücken der Beschäftigten. Dieser Entwicklung müssen wir als Personalrat Einhalt gebieten“, sagte die alte und neue Vorsitzende.

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