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Wittorf : Lindenstraße: Baustelle ärgert Anlieger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Anwohner fühlen sich überrumpelt und nicht informiert. Eine Baufirma kappte ein Telefonkabel

von
erstellt am 13.Dez.2013 | 07:30 Uhr

Um 8.30 Uhr rumpelte es am Dienstagmorgen an der Lindenstraße, und lautstark wurden Absperrbaken aufgestellt. Die Anliegerin Stephanie Borowski und ihre Nachbarn fielen sozusagen aus allen Wolken. Eine Tiefbaufirma aus Neukloster bei Wismar verlegt dort bis Ende des Jahres Rohre für Stromkabel, durch die der Strom des Windparks Hasenkrug fließen soll.

Daher werden entlang der Lindenstraße Baugruben gegraben, zwischen denen Rohrschächte gebohrt werden, in die Rohre eingezogen werden. Stephanie Borowski (28), selbständige Wellnessmassage-Therapeutin, wohnt gegenüber von der Baustelle. Sie ist empört: „Es ist eine unglaubliche Frechheit, diese Arbeiten zu machen, ohne die Anlieger zu informieren.“ Denn durch die Fahrbahnverengung komme sie schlecht vom Grundstück herunter. Nachbarin Sylke Peppel (57) ist „sehr verärgert: Alles wackelt und bebt. Was ist, wenn Schäden am Haus entstehen?“

Zu dem Baustellenlärm und die schwierige Verkehrslage kam am Mittwoch ein weiteres Ärgernis: Da die Zeit drängt, wurde eine weitere Baufirma aus Neumünster hinzugezogen. Die kappte versehentlich eine Telefonleitung, die nicht in den Plänen verzeichnet und auch nicht vorher messbar war. Diverse Anlieger hatten kein Telefon, kein Internet, kein Fernsehen. Abends war der Schaden repariert. Doch auch hier erreichte die Anlieger keine Information. Die sind verärgert – wie beispielsweise Carola Rüdiger (40), die mit ihrer Familie im Haus Nummer 29 lebt. Das ist komplett von der Baustelle umzingelt. Sie parkte gestern auf dem Grünstreifen gegenüber. „Am Freitag, wenn absolutes Halteverbot gilt, soll ich wieder auf unser Grundstück kommen“, sagt sie.

Wer hätte informieren müssen? Da es sich weder um eine Baustelle der Stadtwerke, des Netzbetreibers Eon-Hanse oder der Stadt handelt, sehen die sich nicht in der Pflicht. „Wenn die Verkehrsaufsicht das Okay für eine Baustelle gibt, schreiben wir immer, dass der Auftraggeber oder die Baufirma die Anlieger informieren soll“, sagt Pressesprecher Stephan Beitz. Das wären in diesem Fall der Windpark oder die Tiefbaufirma gewesen.

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