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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 01:26 Uhr

Spende : Lift erspart Tafelhelfern das Schleppen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Lions-Club Neumünster und Dachdecker-Innung Mittelholstein gaben 10 000 Euro dazu / Handwerker spendierten ihre Leistungen

shz.de von
erstellt am 17.Jan.2016 | 15:00 Uhr

Neumünster | Schwere Kisten voller Gurkengläser, Gemüsekonserven oder Pfirsichdosen die Treppe hoch wuchten – damit ist für die Helfer der Tafel an der Kieler Straße jetzt Schluss. Dank einer großzügigen Spende in Höhe von 10  000 Euro des Lions-Clubs Neumünster in Kooperation mit der Dachdecker-Innung Mittelholstein wurde ein Lastenaufzug eingebaut, der gestern offiziell feierlich übergeben wurde. „Das ist Luxus, den wir herzlich gerne nutzen“, freute sich Tafelchefin Christina Arpe und dankte den Spendern. Zustande gekommen war die Summe durch ein Wohltätigkeits-Golfturnier.

Doch der Lift-Einbau war gar nicht so einfach. Zwar war der Schacht bereits vorhanden, da früher schon einmal der Plan für einen Lift bestand. „Es war schwierig, eine geeignete Firma zu finden. Dann hatten wir eine, aber in der Sohle stand Grundwasser“, sagte Christina Arpe. Dann war es fraglich, ob ein Stück Decke, das weg gestemmt werden musste, tragend war, erklärte Andreas Swete von der Firma Voice-Tech, der als Bauleiter alles überwachte. Doch dann gab es eine Art „Kettenreaktion der Hilfe“, beschrieb die Tafelchefin gerührt. Denn den Trockenbau übernahm die Firma Lars Thullesen, der Malermeister Ulrich Schneider sollte nur den Schacht malen, spendierte aber spontan der Tafel den gesamten Anstrich der Tafelräumlichkeiten in warmen Farben. „Das war toll, es ging alles Hand in Hand“, sagte Christina Arpe. Der Vermieter hatte zuvor das Grundwasserproblem behoben – insgesamt kamen Kosten von 15000 Euro zusammen, die der Tafel erspart blieben.

Der Kleingüter-Transportlift war eingebaut – aber musste er vom Tüv abgenommen werden? „Die Rechtslage hatte sich geändert. Bis wir herausbekamen, dass das nicht sein musste, gingen locker zwei Monate ins Land“, sagt Swete. Lediglich eine Unterweisung des bedienenden Personals musste sein.

Seit kurz vor Weihnachten ist der Lift inzwischen in Betrieb und kann bis zu 300 Kilogramm hieven – ein Segen für die Helfer. Immerhin werden 3500 Menschen pro Woche von der Tafel versorgt. „Daher haben wir auch Aufnahmestopp, ich muss auch daran denken, wie es meinen Helfern geht“, erklärte Christina Arpe. Clubpräsident Peter Hahn, Dietmar Losch, Vorsitzender vom Vorstand der Fördergesellschaft des Lions-Clubs, Gerson Seiß, ehemaliger Präsident und Andreas Bente von der Dachdecker-Innung erkundigten sich interessiert nach der aktuellen Lage. „Wir haben im Gegensatz zu anderen Tafeln kein Problem wegen der vielen Flüchtlinge, sie werden über die Erstaufnahme versorgt. Nur diejenigen, die hier dauerhaft wohnen, kommen allmählich“, erklärte Christina Arpe.

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