Film über Einfeld-Neumünster : Liebevoller Blick auf lebendiges Einfeld

Oscarreif: (von links, vorn): Luca Leo Hellstern (13), Hanna Carolina Radestock (13), (hinten, von links) Hendrik Kesseler (15), Silas Hellstern (16), Nils Kalle Radestock (16), Alexander Benjamin Martens (15) und Hannah Himstedt (13).
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Oscarreif: (von links, vorn): Luca Leo Hellstern (13), Hanna Carolina Radestock (13), (hinten, von links) Hendrik Kesseler (15), Silas Hellstern (16), Nils Kalle Radestock (16), Alexander Benjamin Martens (15) und Hannah Himstedt (13).

Jugendliche stellten ihr gefilmtes Stadtteilporträt vor rund 200 begeisterten Besuchern vor

shz.de von
09. März 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | „Wir leben gerne hier. Hier sind unsere Freunde, die Schule, die Kirchengemeinde, und man kennt sich einfach. Außerdem – wer hat schon einen See fast vor der Haustür?“ Silas Hellstern (16) lebt in Einfeld und er mag seinen Stadtteil. Darum hat er gemeinsam mit sechs anderen Jugendlichen beim Filmprojekt „MEinfeld“ mitgemacht. Am Mittwochabend zeigten die jungen Filmemacher das halbstündige Ergebnis unter viel Beifall der gut 200 Besucher in der Alexander-von-Humboldt-Schule. Herausgekommen ist ein authentisches Dokument mit einem liebevoll-witzigen Blick auf den nördlichsten Stadtteil von Neumünster.

Ein Jahr lang haben die jungen Einfelder die Kamera geschultert und sich auf den Weg gemacht, um ihren Stadtteil abzubilden. Dabei haben sie ihn sowohl dank einer modernen Drohne und eines Rundflugs aus der Vogelperspektive aufgenommen, sind aber auch ganz nah an die Menschen herangerückt. Sei es die Montagsbratwurst am Familienzentrum, das gemeinsame Müllsammeln im März, die Sitzung des Stadtteilbeirats, die Konfirmation oder das Sommerfest am See – Monat für Monat haben die Schüler in ihrer Freizeit Orte besucht, an denen Menschen sich treffen.

„Die meisten Menschen fanden die Idee gut und haben sich gerne dafür filmen lassen“, schilderte Hendrik Kesseler (15). Er hat bei seinen Ausflügen quer durch sein Viertel auch neue, interessante Entdeckungen gemacht: „Zum Beispiel habe ich die alte Obstwiese zum ersten Mal richtig wahrgenommen.“ Angetan vom Film waren auch die Stadtpräsidentin Anna Katharina Schättiger und Propst Stefan Block. „Ich bin total begeistert, euer Film gibt das aktive Stadtteilleben sehr schön wieder“, sagte die Stadtpräsidentin, während sie der Filmcrew „MEinfelder Goldjungs“ – an den Filmpreis „Oscar“ angelehnte Pokale – überreichte.

Als einen „echten Schatz, ein Zeugnis, über das man sich noch Jahre später freuen wird“, beschrieb Iris Bendzuk den Film. „Außerdem stärkt er das Miteinander“, sagte die Diakonin der Kirchengemeinde.

Sie hat das Projekt mit Stadtteilvorsteher Sven Radestock betreut. Besucher Andreas Mundt lobte das Engagement der Jugendlichen: „Ich finde es toll, dass hier so aktive junge Menschen leben. Der Film ist klasse, er zeigt die Vielfalt von Einfeld. Ich habe meinen Stadtteil auf jeden Fall wieder erkannt.“

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