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Dreharbeiten : Lichtverschmutzung: Sternwarte bekam Besuch vom Fernsehen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fernsehteam des NDR drehte in der Sternwarte am Hahnknüll bis tief in die Nacht

Die sogenannte Lichtverschmutzung wird im Norden mehr und mehr zum Problem. Dabei wird in den Städten nachts so viel Licht erzeugt, dass der Nachthimmel aufgehellt wird. Das macht besonders den Sternwarten zu schaffen, die dadurch ihrer Beobachtungsfunktion kaum noch nachkommen können – betroffen ist auch die Sternwarte auf dem Klinikgelände am Hahnknüll (der Courier berichtete).

Jetzt war dort ein Fernsehteam des NDR bis tief in die Nacht zu Gast, um eine Reportage über die Problematik zu drehen.

„Mitte Dezember berichteten wir im Schleswig-Holstein-Magazin bereits aus der Sternwarte Neumünster zu diesem Thema. Nun wollen wir es vertiefen“, berichtete NDR-Bildregisseur Thomas Fenske. Doch zuerst traf sich das sechsköpfige Fernsehteam mit Carsten Pusch vom Naturschutzbund (Nabu) am nachts hell erleuchteten Parkplatz des Designer-Outlet-Centers an der Oderstraße.

In der Sternwarte erfuhren Moderatorin Alexandra Drube und Kameramann Stefan Corves schließlich vom Leiter Marco Ludwig, dass die Sternen-Experten zurzeit Richtung Norden noch „ganz gut in den Himmel schauen“ können. Weil dort aber ein neues Gewerbegebiet geplant ist, fürchten die Betreiber der Sternwarte um den letzten unverschmutzten Blickwinkel.

Doch Marco Ludwig bleibt dennoch optimistisch: „Als vermutlich erste Stadt Deutschlands hat Neumünster das Problem mit der Lichtverschmutzung erkannt und eingelenkt. Im neuen Gewerbegebiet werden ausschließlich abgeschirmte Laternen zum Einsatz kommen, die nicht in den Himmel strahlen, sodass wir in diese Himmelsrichtung weiter ungestört arbeiten können“, berichtete er. Andernfalls könne die Sternwarte Neumünster ihr Potenzial nicht mehr voll nutzen. „Wir könnten dann zwar weiterhin als Bildungseinrichtung fungieren, aber unserer Beobachtungsfunktion nicht mehr nachkommen“, erklärte Marco Ludwig.

 

 

 

Die 15-minütige NDR-Reportage wurde bereits gestern in „Schleswig-Holstein 18 Uhr“ gezeigt. Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich in der Mediathek des Senders im Internet unter www.ndr.de anschauen.

 

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