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Lichtverschmutzung: Hoffnung für die Sternwarte

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erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Der Leiter der Sternwarte im Hahnknüll hat sich zufrieden mit der Planung der Stadt für das neue Gewerbegebiet an der Autobahn geäußert. "Die Stadt bewahrt uns vor einer zusätzlichen Lichtflut. Das ist eine gute Nachricht", sagte Marco Ludwig im Gespräch mit dem Courier.

Die älteste Sternwarte Schleswig-Holsteins sah ihre Arbeit ernsthaft von dem neuen Gewerbegebiet bedroht. Die einzig noch geeignete Blickrichtung für die Sternengucker ist nach Norden, aber genau dort, rund 900 Meter entfernt, soll an der Rendsburger Straße das neue Gewerbegebiet entstehen. Ein Logistikunternehmen würde rund um die Uhr arbeiten, und das bedeutete: mehr Straßenbeleuchtung, strahlend helle Parkplätze, Leuchtreklamen. "Natürlich sind die Arbeitsplätze für Neumünster viel wichtiger, aber für uns wäre eine Festbeleuchtung eine Katastrophe", sagte Ludwig (der Courier berichtete).

In einem Gespräch mit Vertretern der Stadt konnten die Sternengucker ihr Problem schildern und Vorschläge machen. Die wurden jetzt bei der Änderung des Flächennutzungsplans durch die Ratsversammlung auch berücksichtigt. Es geht hauptsächlich um eine sehr defensive nächtliche Beleuchtung des Gebiets. So sind in dem ganzen Gewerbegebiet künftig spezielle Straßenleuchten vorgeschrieben, die ein Abstrahlen nach oben verhindern. Werbeanlagen müssen außerdem blendfrei beleuchtet sein.

Die Stadt signalisiert damit, "dass ihr die Bildungsarbeit an der Sternwarte der Volkshochschule wichtig ist", sagte Ludwig. Die Arbeitsmöglichkeiten der Astronomen werden sich zwar verschlechtern, aber die Sternwarte können auch künftig genutzt werden.

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