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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 20:33 Uhr

Liberale stellten ihr Wahlprogramm vor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Prominenten Besuch konnte der Landesverband der FDP jetzt in Neumünster begrüßen. Zu einer zweistündigen Diskussion mit dem Thema „Bilanz und Ausblick – warum die FDP der Bundesregierung gut tut!“ waren Christian Lindner, der Vorsitzende der FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag, und Wolfgang Kubicki, der Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein für die Bundestagswahl, in das Holstenhallenrestaurant an der Justus-von-Liebig-Straße gekommen, um sich den Fragen der Neumünsteraner zu stellen.

Unterstützt wurden sie dabei auf dem Podium von Dr. Bernd Buchholz, Platz zwei auf der FDP-Landesliste, und Martin Wolf, Direktkandidat für den Wahlkreis Neumünster. „Wahlkampf ist auch immer eine gute Chance, die Politiker, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, persönlich zu treffen“, sagte Dr. Wolfgang Stein, der stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP Neumünster in seinen Begrüßungsworten. Vor etwa 70 Zuhörern sprachen Kubicki und Lindner im Folgenden über die Eckpunkte des FDP-Wahlprogramms für die Bundestagswahl: „Die FDP ist die einzige Partei, die drei Dinge garantieren kann: Erstens, dass es mit uns keine Steuererhöhungen geben wird. Zweitens, dass alles getan wird, um die Wirtschaftsfähigkeit in Deutschland zu steigern. Denn wo kein Geld erwirtschaftet wird, da kann auch keines ausgegeben werden. Und drittens – die unangetastete Freiheit der Person: Jeder soll im Rahmen der Gesellschaft das tun können, was er möchte, ohne dass ihm jemand vorschreibt, wie er zu leben hat“, fasste Kubicki den Standpunkt der Liberalen zusammen.

Auch Lindner griff den Punkt der Steuererhöhung auf. „Deutschland ist eben nicht Entenhausen. Es gibt nirgendwo einen riesigen Geldspeicher, wie den von Dagobert Duck, an den man einfach heranfahren kann, wenn man mehr Einnahmen für den Staat braucht. Wenn der deutsche Staat mehr Geld braucht, dann nimmt er es dem Mittelstand weg, und das finden wir von der FDP unannehmbar.“

Auch die Bildungspolitik der FDP wurde angesprochen. „In anderen politischen Lagern gibt es Forderungen danach, das Prinzip der Notenbewertung und die Möglichkeit des Sitzenbleibens abzuschaffen. Das halten wir für Unsinn! Wenn man die Noten abschafft, verhindert man nicht nur die Frustration über schlechte Noten, sondern auch den Stolz über gute Noten und damit die Motivation für die Schüler, sich anzustrengen“, erklärte Lindner. Und Kubicki ergänzte: „Jeder Mensch hat unterschiedliche Talente. Darum müssen wir die Schüler individuell fördern und nicht versuchen, über Einheitsschulen jedem das Gleiche aufzuzwingen.“

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