Neumünster : Leuchtende Licht-Kunst in 4000 Farben

Verschiedene farbige Lichtstimmungen hat die Künstlerin Gisela Meyer-Hahn am Museum Tuch+Technik in ihrer Installation komponiert.
Foto:
Verschiedene farbige Lichtstimmungen hat die Künstlerin Gisela Meyer-Hahn am Museum Tuch+Technik in ihrer Installation komponiert.

Die Lichtkünstlerin Gisela Meyer-Hahn hat im Museum Tuch + Technik eine besondere Licht-Installation erschaffen. Darüber kommt sie morgen ins Gespräch.

shz.de von
10. Januar 2018, 10:43 Uhr

In der Dämmerung und bei Nacht leuchtet ihre Kunst seit November: Die Lichtkünstlerin Gisela Meyer-Hahn hat in Kooperation mit dem Museum Tuch + Technik eine besondere Licht-Installation erschaffen. 4000 einprogrammierte Farb-Einspielungen von Gelb über Tiefrot und Blau bis Violett erstrahlen an der Fassade am Kleinflecken und im Museum im getakteten Rhythmus an mehreren Würfeln. Bis zum 28. Januar ist das Lichtspiel zu sehen, und im Vorfeld der Finissage ist die Pinneberger Künstlerin am morgigen Donnerstag, 11. Januar, und am Donnerstag, 18. Januar, jeweils von 14 bis 17 Uhr im Museum vor Ort, um mit Interessierten ihre Kunst zu diskutieren.

Über ein Jahr hat sie die Lichtinstallation geplant und realisiert. „Der Kubus ist eine Anspielung auf die Technik im Museum, es soll die lebendige Geschichte veranschaulichen. Was eigentlich starr ist, wird berührt durch das Licht“, sagt Gisela Meyer-Hahn, die in Neumünster auch bekannt ist durch ihre Aktion „Der Himmel ist nicht nur blau“, bei dem der Kuhberg mit farbigen Tüchern geschmückt wurde.

Hochleistungsscheinwerfer sorgen für das lebendige Farbenspiel in der Kubusform, das abwechselnd in Gelb, Violett, Rot, Grün, Blau und Orange leuchtet. Fragen zu ihrer Installation beantwortet Gisela Meyer-Hahn in den Künstlergesprächen. Sie entwickelt seit über 20 Jahren Konzepte und Objekte mit dem Schwerpunkt komplexer Erscheinungen und Wirkung des Phänomens Farbe und seiner Zusammenhänge mit der gesamten Sinneswahrnehmung. Es entstehen Raum-, Farb- und Lichtprojekte für Außen- und Innenräume, die durch künstlerische Wandlung immer wieder neu erlebbar sind. Ihre Projekte wurden im In- und Ausland realisiert, installiert, und ausgezeichnet.

Ein spezielles Zusammenspiel gibt es zum Abschluss der Installation am Sonntag, 28. Januar: Von 17 bis 19 Uhr werden die großen Textilmaschinen laufen; Gisela Meyer-Hahn improvisiert zu deren Rhythmus und Geräuschen eine Interaktion, die in Licht und Farbe sichtbar wird – ein besonderer Reiz für Augen und Ohren. Der Eintritt zur Finissage beträgt 8 Euro.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen