Neumünster : Letzter Verkaufstag bei Brinkop

Das Geschäfts- und Wohnhaus an der Ecke Rendsburger Straße/Luisenstraße ist an einen neuen Eigentümer verkauft.
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Das Geschäfts- und Wohnhaus an der Ecke Rendsburger Straße/Luisenstraße ist an einen neuen Eigentümer verkauft.

Fleischerei schließt nach 96 Jahren. Mitarbeiter sind bei anderen Betrieben untergekommen. Immobilie ist verkauft.

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30. Dezember 2017, 08:30 Uhr

Neumünster | Seit 1921 produziert die Fleischerei H. Brinkop feine Fleisch- und Wurstwaren. Doch das 100-jährige Bestehen wird an der Rendsburger Straße 15 nicht mehr gefeiert werden. Heute ist dort letzter Verkaufstag mit vollem Abverkauf der Fleisch- und Wurstwaren.

„Es sind private Gründe, die jetzt zur Schließung führen. Die Kinder haben andere Lebensplanungen, und wir wollen uns neu orientieren“, sagt Susanne Brinkop. Hans Brinkop will sich künftig mehr auf die eigene Landwirtschaft konzentrieren. Das bei Brinkop verarbeitete Fleisch stammte seit jeher zu einem Teil vom eigenen Hof. Susanne Brinkop will ihre Töchter Antonia und Kendra bei deren professioneller Reitsportkarriere unterstützen. Tochter Leonie lebt als Grafikdesignerin in Hamburg, Sohn Severin ist Zimmerer.

Schon im Oktober hatte Brinkop die Kunden über die bevorstehende Schließung informiert und die Verkaufszeiten auf die drei Wochentage von Donnerstag bis Sonnabend reduziert. Die Schlachtung und Produktion wurden bis zuletzt aufrecht erhalten. Auch den Mittagstisch gab es noch bis Mitte Dezember. „Jetzt ist definitiv Schluss“, sagt Susanne Brinkop. Die sieben Mitarbeiter seien alle schon lange anderweitig untergebracht – „und waren auch heiß begehrt“, so Susanne Brinkop: „Gutes Fachpersonal, egal ob Fleischer oder Fleischereifachverkäuferin, ist gefragt.“

1921 hatte Hans Brinkop die Schlachterei an der Rendsburger Straße 15/Ecke Luisenstraße begründet. 1955 übernahm sein Sohn Karl Heinz, 1988 dann Hans und Susanne Brinkop. Die Immobilie mit der Schlachterei, Produktion, dem Verkaufsraum und Wohnungen ist verkauft. Zur Nachnutzung verriet Susanne Brinkop: „Es bleibt im Lebensmittelbereich.“

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