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Instandsetzungsbataillon 166 : Letzter Abschied Richtung Kosovo

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Mitglieder des Boostedter Instandsetzungsbataillons 166 gehen vor der Schließung der Kaserne noch einmal nach Prizren.

Boostedt | Mit einem feierlichen Appell wurden am Sonnabend die Soldatinnen und Soldaten der Stabs- und Versorgungskompanie des 38. Einsatzkontingentes Kfor (Kosovo Force) in der Rantzau-Kaserne in den Kosovo verabschiedet. Zu den 220 Entsandten gehören rund 50 Mitglieder des Boostedter Instandsetzungsbataillons 166, das damit vor seiner Auflösung und der Schließung der Kaserne Ende 2015 zum letzten Mal Anfang Mai auf die Reise nach Prizren geht.

In Anwesenheit von zahlreichen militärischen Dienstgraden und rund 200 Angehörigen sowie Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek und Boostedts ehemaligem Bürgermeister Rüdiger Steffensen gab der Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jörg Mielich den Einsatzkräften nicht nur gute Wünsche, sondern auch einen klaren Auftrag mit auf den Weg. „Auch wenn der Kosovoeinsatz kein Kriegseinsatz ist, existiert dort eine latente Gefährdung. Erfüllen Sie ihren Auftrag und kommen Sie alle wieder gesund nach Hause“, lautete seine klare Anweisung an die Soldaten.

Auch Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek ließ es sich nicht nehmen, den Einsatzkräften zum Abschied noch einmal die Verbundenheit der Stadt zu ihrem Patenbataillon auszusprechen. Zudem hatte er das schon obligatorische Neumünsteraner Ortsschild im Gepäck, das die Kompanie als Heimatgruß wieder mitnehmen wird.

Stellvertretend für die Truppe sowie für sein Engagement bei der Vorbereitung und Planung des Einsatzes zeichnete Kommandeur Mielich den Stabsfeldwebel Ralf-Eric Eggert aus. Dieser kann sich jetzt neben der Ehrung zusätzlich über fünf Tage Sonderurlaub freuen. Für viele Soldaten ist es nicht der erste Einsatz im Kosovo. Doch es gehören auch Erstlinge der Kfor-Kompanie an. „Wir unterstützen die Neuen nach Kräften. Es sind ja oft die kleinen Dinge, wie zum Beispiel die Frage: ‚Was muss ich alles mitnehmen?‘, die aufkommen“, berichtete Stabsunteroffizier Ronny Conrad (27), der zum dritten Mal dabei ist. „Schwer ist es immer wieder für die Familien. Diese empfinden die Trennung oft länger als die Soldaten selbst“, wusste er aus Erfahrung. „Doch solange der Rückhalt in der Familie da ist, ist alles halb so schlimm“, erklärte er zuversichtlich.

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