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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 02:51 Uhr

Bordesholm : Letten zeichnen Osbahr aus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Preis geht an den Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins.

Bordesholm | Seit über 20 Jahren engagiert sich Manfred Osbahr für die Freundschaft zwischen Bordesholm und dem lettischen Kekava. Sein Engagement honorierten die Letten jetzt mit einem Preis.

Die Auszeichnung aus Kekava wurde am Dienstag auf der Mitgliederversammlung des Deutsch-Lettischen Partnerschaftsvereins an dessen Vorsitzenden Manfred Osbahr übergeben. „Mit dieser Ehrung bedacht wurde er für seinen nimmermüden Einsatz als ‚Brückenbauer‘ zwischen den Gemeinden“, erklärte Andrea Wittmann vom Rotary-Club Bordesholm. Sie hatte die Skulptur aus Kekava mitgebracht. Denn eine Delegation der Rotarier war Mitte März in die Gemeinde gereist, um ihr dortiges Projekt „Miera Balodis“ (der Courier berichtete) vor Ort in Augenschein zu nehmen.

„Das Konzept, mit dem Jugendliche von der Straße geholt werden sollen, läuft jetzt seit einem Jahr. Und dank einer engagierten Sozialarbeiterin läuft es sehr gut. Die Einrichtung zählt rund 75 regelmäßige Besucher, die an Angeboten, wie zum Beispiel Bastel-, Foto- oder Computerkursen teilnehmen“, berichtete Wittmann den rund 30 Anwesenden des zurzeit 100 Mitglieder zählenden Vereins. An der erfolgreichen Umsetzung der Initiative sei der Partnerschaftsverein maßgeblich beteiligt gewesen. „Ohne ihre guten Kontakte vor Ort und ihre Unterstützung wäre das so nicht möglich gewesen“, erklärte sie.

Wählen musste die Versammlung in diesem Jahr lediglich eine neue Schriftführerin, da die bisherige Amtsinhaberin Inga Ozola ihren Posten aus persönlichen Gründen aufgeben musste. Ihre Aufgaben wird zukünftig nun Olga Klemens übernehmen. Die 26-jährige Verwaltungsfachangestellte arbeitet in der Personalabteilung des Amtes und war bereits 2012 schon einmal an einem Projekt des Partnerschaftsvereins beteiligt.

In seinem Jahresrückblick benannte Manfred Osbahr unter anderem den Besuch der Schulleitung der Hans-Brüggemann-Schule in Kekava sowie die Entgegennahme des Europapreises (der Courier berichtete) als Höhepunkte. Aber auch der Besuch einer lettischen Delegation in Bordesholm zum Thema „Zuwanderer“ sei für beide Seiten interessant gewesen. „Auch in Kekava sollten Flüchtlinge untergebracht werden. Deshalb wollten sich die Gäste über die Verwaltungsaufgaben sowie auch über die Integration der Menschen vor Ort informieren“, erklärte Osbahr. „Besonders gestaunt haben sie jedoch über die vielen Ehrenamtler, die sich im Freundeskreis für die Flüchtlinge engagieren. Denn das Ehrenamt, so wie wir es kennen, existiert in Lettland nicht“, erläuterte er.  




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