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Praktikum : Lernen, wie eine Demokratie funktioniert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zamin Azizov aus Aserbaidschan ist Parlaments-Praktikant bei Dr. Philipp Murmann (CDU).

von
erstellt am 30.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Deutsch spricht Zamin Azizov akzentfrei und ebenso perfekt wie russisch und türkisch, dazu noch englisch und französisch. Der 30-jährige Aserbaidschaner ist auch in anderer Hinsicht ein Multitalent: Bachelor in Mathematik und Informatik, ein Diplom in Völkerrecht, und die Masterarbeit in Politikwissenschaft an der Georg-August-Universität in Göttingen ist auch schon in Arbeit.

Wie Politik in einer Demokratie wie Deutschland funktioniert, das lernt der junge Mann zurzeit in einem fünfmonatigen Praktikum bei Neumünsters Bundestagsabgeordnetem Dr. Philipp Murmann (CDU). Azizov ist der fünfte Praktikant, den Murmann im Rahmen des Internationalen Parlaments-Stipendiums betreut. Gestern schaute Azizov Murmann bei der Bürgersprechstunde im CDU-Parteibüro an der Kieler Straße über die Schulter.

„Es ist völlig anders als bei uns in Aserbaidschan“, sagte Azizov und nannte als prägendes Erlebnis eine Szene beim CDU-Bundesparteitag am 5. April. Hier stellte sich Innenminister Thomas de Maizière in der Sitzungspause ohne Starallüren wie alle anderen in der Kantinenschlange an. In Aserbaidschan sei das undenkbar. Azizov: „Bei uns werden Spitzenpolitiker wie Götter behandelt.“

Die Christdemokraten waren die Wunschpartei von Zamin Azizov, der sich nach der Rückkehr in seiner Heimat politisch engagieren will. „Die CDU hat in der Wirtschaftskrise und Außenpolitik eine gute Politik gemacht. Das macht nicht allein Kanzlerin Angela Merkel, das ist Teamarbeit.“ Als Teamspieler sieht sich auch Philipp Murmann in seinem neuen Amt als Bundesschatzmeister der CDU. Murmann ist damit auch Mitglied im CDU-Präsidium und in die Arbeit der Bundesgeschäftsstelle eingebunden. „Ich wirke hier mehr im Hintergrund. Das liegt mir“, sagte er und fügte hinzu „Ich habe natürlich auch ab und zu die Möglichkeit, mit Frau Merkel unter vier Augen zu sprechen.“

 

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