Ministerbesuch : Lernen mit Jüngeren und Älteren

Informationen aus erster Hand: Schulleiter Lars Hansen (von rechts ) sowie  Monika Klüver-Weitenhagen, Olaf Hubert, Lars Ziervogel und Maike Schubert aus dem Team der    Schulleitung erklärten Bildungsministerin Waltraud Wende das Konzept der Freiherr-vom-Stein-Schule.
Informationen aus erster Hand: Schulleiter Lars Hansen (von rechts ) sowie Monika Klüver-Weitenhagen, Olaf Hubert, Lars Ziervogel und Maike Schubert aus dem Team der Schulleitung erklärten Bildungsministerin Waltraud Wende das Konzept der Freiherr-vom-Stein-Schule.

Bildungsministerin Waltraud Wende lobt das Konzept der Freiherr-vom-Stein-Schule.

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27. März 2014, 06:30 Uhr

Neumünster | Hoher Besuch an der Freiherr-vom-Stein-Schule: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Prof. Waltraud Wende ließ sich gestern an der Gemeinschaftsschule in der Schillerstraße das besondere Konzept der „Steinianer“ erläutern – und zeigte sich nach einem mehrstündigen Rundgang durch Klassen und Unterricht durchaus beeindruckt. Mit ihrem innovativen pädagogischen Ansatz gehöre die Stein-Schule zu den „Perlen in unserer Schullandschaft“, lobte die Ministerin.

Die Stein-Schule nimmt seit ihrem Um- und Ausbau zur Gemeinschaftsschule vor fünf Jahren eine Pilotfunktion im Bildungswesen des Landes wahr. Als bislang einzige staatliche Schule im Land verfolgt die Schule an der Schillerstraße das Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichts. So werden Schüler des achten, neunten und zehnten Jahrgangs etwa in einer Klasse fächerübergreifend unterrichtet. Die Schüler können dabei selbst wählen, ob sie sich heute beispielsweise lieber am Deutsch- , Mathe- oder Physik-Unterricht beteiligen wollen, und sich entsprechenden Kleingruppen in der Klasse anschließen. Erst zum Ende eines Quartals müssen sie belegen, dass sie alle Unterrichtseinheiten absolviert haben.

Das System biete den Schülern nicht nur mehr Freiheiten, sondern stärke auch den Zusammenhalt und schütze vor Ausgrenzungen, erklärte Schulleiter Lars Hansen die Vorzüge. Die Schüler unterstützten sich gegenseitig, im Idealfall komme jeder Schüler mal in den Genuss, für andere Vorbild zu sein.

Das Lehrerkollegium der einstigen Realschule hatte das Konzept selbst entwickelt und ohne weitere Unterstützung von Schulträger oder Ministerium vorangetrieben. Bei der Elternschaft sei das Konzept mittlerweile anerkannt, sagte Hansen. In der breiteren Öffentlichkeit müsse die Schule dagegen immer wieder neu Überzeugungsarbeit leisten: „Viele neue Eltern sind zunächst skeptisch“, verriet der Schulleiter.

„Bei den Schülern selbst findet das Lernkonzept dagegen breiten Zuspruch“, versicherte Simon Ladewig (15), der den Besuch der Ministerin als Reporter der Schulzeitung „Stein-Time“ begleitete: „Man profitiert im Unterricht von den Erfahrungen der Älteren.“

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