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Aukrug : Leonie Liebscher ist Chefin des Jugendbeirates

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der Gemeinde Aukrug gibt es den ersten Kinder- und Jugendbeirat im gesamten Amt Mittelholstein. Die neun Mitglieder sind zwischen 13 und 17 Jahre alt

Aukrug | Den allerersten Kinder- und Jugendbeirat im Amt Mittelholstein (insgesamt 30 Kommunen) gibt es in Aukrug. Das Gremium, das sich für die Interessen und Bedürfnisse aller Aukruger Kinder und Jugendlichen einsetzt, konstituierte sich am Dienstag im Versammlungsraum.

Sechs Mädchen und drei Jungen im Alter von 13 bis 17 Jahre machen sich damit zum Sprachrohr für alle Aukruger Kinder und Jugendlichen gegenüber der Politik und Verwaltung. Überparteilich treten sie an, damit die Jugend mit Antrags- und Rederecht in den Gremien vor den Gemeindevertretern und in den Ausschüssen Gehör findet.

Bei offener Stimmabgabe wurde Leonie Liebscher zur Vorsitzenden gewählt. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und bin gespannt darauf, was mich erwartet“, sagte die 15-jährige Schülerin der Gemeinschaftsschule Faldera. Als Stellvertreter bekam Lennart Knaak (16) das Vertrauen ausgesprochen. Mit Jule Knaak (16), der Schwester des stellvertretenden Vorsitzenden, Nele Preutenborbeck (13), Franziska Schlichting (16), Nikolas Mokris (15), Malte Möheken (15), Flora Bußkamp (16) und Mayleen Kühl (15) präsentierte sich der komplette Beirat. Vor den Wahlgängen wurde der Mitgliederkreis von Bürgermeister Nils Kuhnke und dem Verwaltungsmitarbeiter Carsten Klug auf die Art und Weise seiner Mitarbeit an den kommunalpolitischen Entscheidungen und Prozessen eingestimmt. Die Jugendlichen können unter anderem wie die Aukruger Ortsbeiräte zu eigenen Veranstaltungen einladen und Empfehlungen, so zum Beispiel in puncto Gestaltung und Ausstattung der Spielplätze, über die Fachausschüsse den Gemeindevertretern zur Entscheidung vorlegen. „Alles, was euch interessiert könnt ihr auch beraten und zur Abstimmung bringen. Nichts ist in Stein gemeißelt“, sagte Bürgermeister Kuhnke.

Postwendend berichtete denn auch die Vorsitzende dem Gemeindechef von einem Ärgernis, dass wohl alle Schüler interessiert, die weiterführende Schulen in Neumünster besuchen. Sie steigt selbst an den Schultagen um 16 Uhr in Aukrug aus der Regionalbahn, während zeitgleich die ÖPNV-Busse, mit denen die Schüler weiterfahren, ihre Eingangstüren schließen. „Die Fahrer zeigen kein Erbarmen und verweigern selbst dann ein Zusteigen, wenn sie nach wenigen Metern vor den geschlossen Schranken wieder anhalten müssen“, so Leonie Liebscher. Bürgermeister Kuhnke sagte ein klärendes Gespräch mit den Verantwortlichen des Busbetriebes zu.

In Anlehnung an die Wahlperiode der Gemeindevertretung, die am 31. Mai 2018 endet, bleibt der Vorstand im Amt. Danach gibt es wieder eine konstituierende Sitzung, um den amtierenden oder einen neuen Vorstand für dann fünf Jahre zu wählen.









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