zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

17. Oktober 2017 | 04:28 Uhr

Wasbek : Leo kämpft für einen Basketballplatz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der zwölfjährige Wasbeker hat einen Brief an den Bürgermeister geschrieben, und es gab schon ein Treffen auf dem Sportplatz.

Wasbek | Der zwölfjährige Leo Peiter liebt das Basketballspiel. Deshalb trainiert er seit einiger Zeit im Einfelder Sportverein. Doch noch lieber wäre es dem Wasbeker, wenn er auch im Dorf mit seinen Freunden einfach einmal ein paar Körbe werfen könnte. Deswegen hat er an den Wasbeker Bürgermeister geschrieben.

„Bisher gibt es im Ort keinen Platz für uns. Deshalb spielen wir zurzeit immer bei Leuten, die einen Korb auf ihrem Grundstück haben. Aber es wäre besser, wenn es ein öffentliches Feld für alle geben würde“, erklärt der Schüler, der die 6. Klasse der Immanuel-Kant-Schule in Neumünster besucht. Mit der Bitte, den Kindern in Wasbek einen Basketballplatz zu ermöglichen, wandte er sich deshalb vor Kurzem in einem Brief an Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff. Der freute sich über dieses Engagement und reagierte prompt, indem er ein Treffen mit dem jungen Mann ausmachte.

Jetzt trafen sich Rohloff und der Vorsitzende des Sportvereins Wolfgang Neemann mit dem jungen Antragsteller und dessen Vater Carlo am Sportplatz, um die Einzelheiten zu besprechen. „Ich war richtig gerührt darüber, dass sich Leo getraut hat, diesen Brief zu schreiben. Und die Idee eines öffentlichen Basketballplatzes finde ich super. Deshalb habe ich auch gleich den Sportverein mit ins Boot geholt. Und ich werde diesen Antrag auch in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 14. Juni mit Wohlwollen vortragen“, erklärte Rohloff.

Ebenso positiv äußerte sich Wolfgang Neemann, der sich sogar schon Gedanken um einen geeigneten Platz gemachte hatte. „Wenn die neue Turnhalle fertig ist, planen wir eine Basketballsparte anzubieten. Ein frei zugänglicher Trainingsplatz in der Größe eines halben Spielfeldes (14 mal 7,5 Meter) im Bereich des Beachvolleyballfeldes wäre dazu eine prima Ergänzung“, meinte er. Damit stehen die Chancen für Leo und seine Freunde, dass ihr großer Wunsch erfüllt wird, also nicht schlecht.

„Ein bisschen aufgeregt war ich schon, als ich den Brief abgegeben habe. Und ich habe auch nicht damit gerechnet, dass sich der Bürgermeister so schnell bei mir meldet. Aber jetzt freue ich sehr darüber, dass ich es gemacht habe und nun vielleicht bald jeder, der Basketball spielen möchte, auch außerhalb eines Vereinstrainings Gelegenheit dazu hat“, meinte Leo Peiter.

Sollte sein Antrag von der Gemeindevertretung angenommen werden, wird sich zunächst der Bauausschuss mit dem Thema beschäftigen. Die Entscheidung zum Bau des Platzes trifft die Gemeindevertretung dann wahrscheinlich auf ihrer Sitzung im Herbst. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen