Boostedt : Lektüre mit Bezug zu Neumünster vorgestellt

Bei der Büchervorstellung des Kultur- und Fördervereins Hof Lübbe stieß die Auswahl der Neuerscheinungen und Lesetipps auf reges Publikumsinteresse.
Bei der Büchervorstellung des Kultur- und Fördervereins Hof Lübbe stieß die Auswahl der Neuerscheinungen und Lesetipps auf reges Publikumsinteresse.

50 Gäste genossen den „Bücherherbst“ im Hof Lübbe. Renée Clément hat verkauft. Persönliche Lieblingsbücher und druckfrische Neuerscheinungen präsentierten Silke Dudda, Renée Clément und Ute Reinhardt.

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15. November 2013, 08:30 Uhr

Persönliche Lieblingsbücher und druckfrische Neuerscheinungen präsentierten Silke Dudda, Renée Clément und Ute Reinhardt am Mittwochabend im Hof Lübbe. Bereits zum 16. Mal hatte der Kultur- und Förderverein Hof Lübbe diese Vorstellung durch den Bücherherbst organisiert – und auch in diesem Jahr waren 50 Leseratten der Einladung gefolgt.

Charmant, amüsant und mit viel Witz und Wissen stellten die drei Fachfrauen autobiografische, spannende, herzergreifende und lehrreiche deutschsprachige Literatur vor, die einen guten Einblick in die derzeitige Gemütslage der Verlage und Autoren gab. „Dieses Jahr wird es depressiv, aber keine Angst, es gibt auch etwas zu lachen“, schickte Ute Reinhardt ihren Titeln schmunzelnd voraus.

Unter anderem in den Rubriken biografisch, herzlich, irre, meisterhaft, kriminell und wunderschön wurden mehr als 30 Bücher besprochen, unter denen für jeden Lesegeschmack etwas dabei war.

Zu den besonders hervorgehobenen Titeln gehörten dabei auch der Roman „Aller Tage Abend“ von Jenny Erpenbeck, die im Januar den Neumünsteraner Fallada-Preis erhalten wird, und der Reisebericht „Das große Los“ der in Neumünster geborenen Journalistin Meike Winnemuth, die dank eines 500 000 Euro-Gewinns in der Fernsehsendung „Wer wird Millionär“ ein Jahr lang durch die Metropolen dieser Welt reiste.

In gemütlicher Runde, bei Glühwein und Schmalzbroten wurde zudem noch so mancher Lesetipp unter den Besuchern ausgetauscht – und auch die Fachfrauen hatten natürlich noch den einen oder anderen Geheimtipp in petto.

Für Renée Clément war es allerdings kein ganz leichter Abend, denn die leidenschaftliche Buchhändlerin musste verkünden, dass sie ihren Laden, der seit mehr als 100 Jahren von ihrer Familie geführt wird, nun verkauft hat. „Das war keine leichte Entscheidung, aber ich bleibe ihnen als Mitarbeiterin unter der neuen Leitung erhalten. Es wird ihnen dort also auch weiterhin nicht an qualifizierter Beratung und gutem Service fehlen“, versprach sie.



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