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Grossenaspe : Leise Laute und fulminante Orgel zum Start

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der achte Orgelzyklus in der Katharinenkirche hat begonnen.

In Teilen einen überraschend leisen Auftakt erlebte der achte Orgelzyklus der Kirchengemeinde Großenaspe in der Katharinenkirche am Sonnabendnachmittag.

Wegen eines Krankheitsfalles musste der angekündigte Singkreis der Familien Rüß und Siegmund seinen Auftritt leider absagen. „Es ist bedauerlich, dass auch Künstler krank werden. Dennoch, weder eine solche Besetzung noch diese Komponisten waren bisher hier zu hören. Und so wohnen sie heute nun einer weiteren Premiere bei, die Sie hoffentlich genießen werden“, schickte der Initiator der Orgelkonzerte, Prof. Ernst-Ulrich von Kameke dem Konzert voraus.

Und mit dem Duo Ulrich Wedemeier (Laute) und Rainer Thomsen (Tenor) bekamen die rund 130 Besucher dann auch einen adäquaten Ersatz zu hören, der letztlich verdient mit begeistertem Applaus belohnt wurde. Die beiden Künstler widmeten sich in ihrem Vortrag dabei der Musik des 16. Jahrhunderts, in der Kompositionen für Laute und Gesang eine maßgebliche Rolle spielten. So erklangen unter anderem Stücke von Hans Newsidler (1508– 1563) sowie Werke von Pierre Attaignant (1494 – 552) und Josquin des Prez (1445–1521). Einfühlsam, leise und voller Gefühl wirkten die Melodien der Laute und die Gesangsstimme zusammen. Das mucksmäuschenstille Publikum genoss dies sichtlich, und so mancher schloss die Augen, um sich ganz diesen leisen Tönen hinzugeben.

Ebenso begeistert wurde jedoch auch der Organist Martin Hageböke mit Beifall bedacht. Hageböke, der an der Kreuzkirche in Henstedt-Ulzburg als Kantor und Organist wirkt, hatte die Aufgabe übernommen, das Thema des Orgelzyklus’ „Johann Sebastian Bach und die Kunst der freien Improvisation“ als erster Organist zu interpretieren. Zum Vortrag kamen von ihm die Toccata d-Moll von Dietrich Buxtehude (1637 –1707) sowie der anrührende, die Zuhörer in innere Ruhe bringende Choral „Schmücke dich, o liebe Seele“ von Johann Sebastian Bach (1685–1750). Zum Schluss erklang dann noch Bachs berühmte d-Moll-Toccata, mit der sich auch die Organisten der kommenden Konzerte beschäftigen werden.

Das zweite Konzert des achten Orgelzyklus’ wird am 15. Februar ab 16 Uhr von Kirchenmusikdirektor Manuel Gera (St. Michaelis, Hamburg) gespielt.


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erstellt am 03.Feb.2014 | 07:30 Uhr

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