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Warnstreik : Lehrer und Laboranten morgen im Ausstand

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Verdi und GEW wollen den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen

von
erstellt am 25.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Neumünster | Die Gewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ziehen die Zügel noch einmal an: Für morgen sind die angestellten Lehrer der Stadt erneut zum Warnstreik aufgerufen. Beteiligen werden sich auch Mitarbeiter des Landeslabors sowie des Landesamtes für Vermessung und Geoinformationen.

Die Teilnehmer wollen sich um 7.15 Uhr vor der Elly-Heuss-Knapp-Schule an der Bachstraße treffen und danach zu einer zentralen Kundgebung nach Kiel fahren. „Wir müssen vor Ostern noch einmal richtig Druck machen, um die Blockade der Arbeitgeber zu brechen“, sagt Annette Falkenberg, Fachsekretärin im Verdi-Bezirk Südholstein, die mit rund 50 bis 60 Teilnehmern aus Neumünster rechnet.

Flächendeckende Schulausfälle sind in der Stadt nicht zu befürchten. „Es beteiligen sich ausschließlich die angestellten Lehrer, deren Zahl in Schleswig-Holstein bei rund zehn Prozent liegt“, sagt Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der GEW. Auch Schulrat Jan Stargardt spricht von einer geringen Zahl angestellter Lehrer in Neumünster: „In den 18 Schulen des Schulamts, das sind alle ohne Oberstufe, sind es 40 Personen.“ Von welchen Schulen die Teilnehmer stammen, kann Siegbert Schwab vom GEW-Kreisvorstand nicht konkret sagen. „Wir rechnen mit Streikenden von der Walther-Lehmkuhl-Schule, der Elly-Heuss-Knapp-Schule sowie voraussichtlich von einigen Gymnasien, Grund- und Realschulen“, sagt er.

Der Verdienstausfall der Streikenden wird durch das so genannte Streikgeld ausgeglichen. „Der Arbeitgeber zieht dem Mitarbeiter pro Tag ein Dreißigstel seines Gehaltes ab. Dafür erhält er ein Streikgeld, das dem Dreifachen seines Mitgliedsbeitrages (0,73 Prozent des Bruttogehaltes) entspricht. Der finanzielle Verlust hält sich also in Grenzen“, sagt Bernd Schauer.

Die Gewerkschaften fordern 5,5 Prozent mehr Gehalt, einen Tarifvertrag für angestellte Lehrer, einen Stopp „sachgrundloser Befristungen“ und den Erhalt der Zusatzversorgung. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Sonnabend, 28. März, angesetzt.

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