Lebensmitteldiebstahl wurde teuer

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10. Februar 2017, 16:26 Uhr

Auch kleine Diebstähle kommen mitunter teuer zu stehen: Diese Erfahrung machte jetzt ein 39-Jähriger aus Togo. Weil er aus einem Netto-Markt am Haart Lebensmittel im Wert von 18,90 Euro an der Kasse vorbeischmuggeln wollte, verurteilte ihn das Amtsgericht zu 300 Euro Geldstrafe.

Der Mann mit regulärer Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in Deutschland war in dem Laden von einer aufmerksamen Verkäuferin ertappt worden. Weil er seinen Rucksack halb geöffnet lässig über die Schulter gehängt hatte, schöpfte die Frau Verdacht. Sie folgte ihm durch den Laden. Als er etwas aus dem Regal nahm und im Rucksack verschwinden ließ, alarmierte sie den Marktleiter. Der stoppte den Mann mit zwei weiteren Beschäftigten vor der Kasse.

Als er sich weigerte, seinen Rucksack zu öffnen, alarmierte der Marktleiter die Polizei. Wie sich herausstellte, hatte der Dieb neben zwei Paketen tiefgefrorenem Hühnerfleisch eine Menge weiterer Lebensmittel im Rucksack verstaut.

Vom Richter auf den gefüllten Rucksack angesprochen, machte der Mann geltend, er sei im Laden nur nicht mehr dazu gekommen, die Sachen rechtzeitig in den Einkaufswagen umzufüllen. Dem Gericht reichte das als Erklärung nicht aus. Da der Mann nur über geringe Einkünfte vom Jobcenter verfügt, darf er die Geldstrafe in Monatsraten zu 30 Euro abstottern.

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