Schautag : Lebenshilfe lud sich Gäste ein

Carsten Vogel (von links), Thomas Stoffersen, Roman Sköries und Michael Harms gewährten den Besuchern einen Einblick in ihre alltägliche Arbeit in der Tischlerei.
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Carsten Vogel (von links), Thomas Stoffersen, Roman Sköries und Michael Harms gewährten den Besuchern einen Einblick in ihre alltägliche Arbeit in der Tischlerei.

Beim Tag der offenen Tür in den Werkstätten an der Rügenstraße durfte man hinter die Kulissen sehen

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08. Juni 2015, 05:00 Uhr

Neumünster | Buchstäblich ein volles Haus gab es am Sonnabend in der Werkstatt für behinderte Menschen an der Rügenstraße. Das Lebenshilfe-Werk hatte zum traditionellen Tag der offenen Tür eingeladen.

„Wir öffnen an diesem Tag die Arbeitsbereiche, um den Bürgern der Stadt zu zeigen, was unsere Beschäftigten hier alles leisten. Es sollen Distanzen abgebaut und ein weiterer Schritt in Richtung Inklusion gemacht werden. Wir versprechen uns natürlich auch davon, neue Kunden zu gewinnen, die Produkte kaufen, die hier in Eigenleistung gefertigt wer-den“, sagte Sylvia Kreutzmann vom begleitenden Dienst.

Nicht zuletzt soll aber auch den Angehörigen der Beschäftigten die Möglichkeit gegeben werden, sich einmal anzuschauen, wo und wie gearbeitet wird. „Das ist sonst natürlich auch nicht möglich. Wir bieten hier Arbeitsplätze in Anlehnung an den ersten Arbeitsmarkt. Pünktlichkeit und die Einhaltung der Pausen werden hier genauso ernst genommen wie anderswo, nur unter etwas anderen Rahmenbedingungen. Jeder Beschäftigte arbeitet hier ohne Druck in seinem Tempo“, erklärte Sylvia Kreutzmann weiter.

300 behinderte Menschen sind hier in der Näherei, der Schlosserei, Tischlerei und der Gärtnerei beschäftigt. 30 weitere Beschäftigte arbeiten in der Gärtnerei am Baumschulenweg und weitere 25 an der Oderstraße, wo es eine Töpferei gibt und Verpackungs- und Montagearbeiten geleistet werden.

Besucher konnten am Sonnabend auch die Eigenprodukte der Werkstatt kaufen. Gut besucht war etwa der Stand von Peter Ziegler und Frank Neumann aus der Gärtnerei, die frisches Gemüse, Früchte und andere Pflanzen anboten. Auf dem Festplatz konnten sich die Besucher mit Kaffee und Kuchen stärken und der Musik der Band „Before The Ampli-fiers“ von der benachbarten Rock-Musikschule lauschen. Später trat die Tanz-, Sing- und Trommelgruppe der Werkstatt auf.

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