Wettkrähen : Lautstarkes Spektakel der Hähne

Die Qual der Wahl: Eleonore (links) und ihre Schwester Mathilde suchten in Ruhe nach dem Leihhahn, den sie beim Wettbewerb ins Rennen schicken wollten.
Die Qual der Wahl: Eleonore (links) und ihre Schwester Mathilde suchten in Ruhe nach dem Leihhahn, den sie beim Wettbewerb ins Rennen schicken wollten.

Das traditionelle Wettkrähen des „Rassegeflügelzuchtvereins Einfeld und Umgebung“ machte Groß und Klein viel Spaß.

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02. Juni 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Insgesamt 53 Zwerg- und Großhähne starteten beim inzwischen 29. Hähnewettkrähen des „Rassegeflügelzuchtvereins Einfeld und Umgebung von 1949“ auf dem alten Sportplatz am Fuhrkamp.

Wie richtige Leistungssportler konnten sich die Tiere dort erst einmal warm krähen, dann schlug Vereinsvorsitzender Holger von Ahrentschildt die Glocke und die Zähler durften eine Stunde lang ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Hähne richten, um ihre lautstarken Kräher in eine Strichliste einzutragen. „Mit dem Krähen gibt ein Hahn anderen Hähnen zu verstehen, dass dies sein Revier ist. Besonders Zwerghähne können dabei laut und energisch sein“, erklärte von Ahrentschildt. „Die Kleinen sind meist fleißiger. So 150 Kräher wären schon eine gute Leistung“, erläuterte der Experte.

So gut waren die gefiederten Kandidaten aber diesmal nicht aufgelegt. Bei den Großhähnen schaffte der Sieger von Hans-Uve Krause 120 Kräher. Bei den Zwergen schnitt das Tier von Holger Ossenbrücken mit 108 Krähern am besten ab. Die jugendlichen Züchter bekamen eine gesonderte Wertung: Patricia Jansens Großhahn krähte 57 Mal, und der Zwerghahn von Jenny Jansen 88 Mal.

Seit vier Jahren gibt es bei den Einfelder Züchtern eine Besonderheit. Nichtmitglieder können sich aktiv beteiligen und für drei Euro einen Hahn ausleihen, der mit in die Wertung kommt. Mathilde (10) und ihre Schwester Eleonore (6), die in der Nachbarschaft wohnen, hörten das Krähen und gingen mit ihrer Mutter Grit Marr sofort auf den Platz, um noch einen Leihhahn zu bekommen. „Wir hoffen auf die 67“, meinten sie vor dem Start. „Die 67, ein ganz schwarzer Hahn, hat uns am Besten gefallen“, erklärten die Schwestern ihre Wahl. Gewonnen hat er aber nicht. Acht Hähne wurden insgesamt von Interessierten ausgeliehen. 60 Erwachsene und acht Jugendliche gehören zum Einfelder Zuchtverein, deren Mitglieder ihre rund 80 Gäste mit Kaffee, Getränken und Kuchen bewirteten.

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