Walther-Lehmkuhl-Schule : Launiger Ausstand für eine Instanz

Jetzt gehört er ganz den Bönebüttelern:  Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bönebüttel-Husberg holten ihren Bürgermeister Udo Runow gestern von der Schule ab. Der künftige Schulleiter Andreas Blitzer (links) verabschiedete seinen Vorgänger und dessen Ehefrau Roswitha an der Wagentür per Handschlag.
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Jetzt gehört er ganz den Bönebüttelern: Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bönebüttel-Husberg holten ihren Bürgermeister Udo Runow (Mitte) gestern von der Schule ab. Der künftige Schulleiter Andreas Blitzer (links) verabschiedete seinen Vorgänger und dessen Ehefrau Roswitha an der Wagentür per Handschlag.

Kollegium und Weggefährten verabschiedeten den scheidenden Schulleiter Udo Runow

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21. Juli 2016, 09:00 Uhr

„Wer hier Abitur macht, hat nichts als einen Fetzen Papier!“ – Udo Runow (65), scheidender Chef der Walther-Lehmkuhl-Schule, blieb gestern Nachmittag wenig erspart. Für die überwiegend launige Abschiedsfeier hatten die Kollegen tief im Archiv gewühlt und dabei so manche Anekdote aus der Laufbahn ihres Chefs zu Tage gefördert.

Dazu gehörte eben auch das Zitat aus der ersten Laufbahn Runows an seiner WLS: Als Schüler hatte er hier 1974 lautstark gegen das aus Sicht der Schüler krause Bildungssystem protestiert. Wer hätte damals auch nur im Traum daran gedacht, dass Runow 42 Jahre später an eben dieser Schule als Schulleiter verabschiedet würde?

Runows zweite Laufbahn an der WLS begann 2009, da hatte er schon 29 Jahre als Fachlehrer für Mathematik und Kraftfahrtechnik hinter sich. Als Nachfolger von Manfred Marwede übernahm er auf der just zum Regionalen Bildungszentrum erhobenen Schule das Kommando. Vor rund 150 Gästen bedankte sich neben vielen anderen Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger für den Einsatz des scheidenden Schulleiters, der auch Bürgermeister in Bönebüttel ist. Runow sei allseits als verlässlicher Steuermann geschätzt worden, der stets auch den Blick über den Tellerrand gerichtet habe, um zukunftsweisende Entwicklungen nicht zu verpassen, lobte die Stadtpräsidentin.

Das Kollegium ließ es nach den offiziellen Lobesworten für seinen Chef eher humorvoll angehen, stellte dessen Fußballtalente auf die Probe, ehrte ihn für das „Triple“, während seiner Dienstzeit drei Schulleiter ausgebildet zu haben, und schickte ihn beim „Opa-Test“ gemeinsam mit seinen Enkeln Noah (3) und Emmi (3) auf dem Bobby-Car durch die Mehrzweckhalle der Schule, die für diesen Tag extra zur Udo-Runow-Aula umbenannt worden war. Runow revanchierte sich ebenso launig und bedankte sich für die Einladung zu seiner Verabschiedung: „Ich bin gerne gekommen.“

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