Latendorf: Nur wenige Kanalschäden

Frank Schlüter (50, CDU)
Frank Schlüter (50, CDU)

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18. Juni 2014, 11:18 Uhr

Die öffentlichen Abwasserkanäle in Latendorf weisen eine Vielzahl an Schäden auf. Dennoch erbrachte der Abschlussbericht zum neu erstellten Kanalkataster ein positives Ergebnis. Nur wenige Schäden landeten laut dem im Maßnahmenausschuss vorgetragenen Bericht auf der Liste unter dem Punkt „absolute Dringlichkeit“.

Kontrolliert wurde das örtliche Kanalnetz mit rund 4,2 Kilometern Länge dazu per Kamerafahrt. Nicht bewertet wurde die Zuleitung zum Wasserwerk, da diese Strecke nicht befahrbar ist. Zu den erkannten Schäden gehören verschobene Rohverbindungen und Wurzeleinwüchse sowie auch einige Rohrbrüche.

Dem Bericht nach müssten geschätzte 256 000 Euro für alle 821 festgestellten Einzelschäden aufgewendet werden. Für umgehend in die Wege zu leitende Reparaturen wären jedoch nur rund 14 000 Euro von der Gemeinde aufzubringen.

Nach der Empfehlung der Fachleute sind dann in drei Jahren weitere 38 000 Euro aufzuwenden. Deutlich teurer werden dagegen die in 10 (134 000 Euro) beziehungsweise in 15 Jahren (70 000 Euro) fälligen Maßnahmen. „Dennoch, einen so günstigen Fall hatte ich noch nie. Freuen Sie sich an dem, was Sie hier haben“, erklärte Claus Stieghorst vom Ingenieurbüro Wasser- und Verkehrskontor. Der Bericht soll nun zunächst unter den Gemeindevertretern beraten werden.

Ebenfalls nach einer in Anlehnung zum Kanalkataster noch zu erstellenden Dringlichkeitsliste sollen zukünftig auch die Straßensanierungsarbeiten in der Gemeinde geplant werden. Fest stand für die Gemeindevertreter jedoch, dass es für die Straße Littloh kurzfristig eine Lösung geben soll.

Ebenfalls einstimmig sprach sich der Ausschuss gegen die geteilte Schulzuständigkeit im Ort aus. Bisher müssen die Grundschüler eigentlich nach Rickling gehen. „Dies ist jedoch seit Jahren nicht mehr der Fall, da die zuständige weiterführende Schule die Gemeinschaftsschule in Boostedt ist“, hieß es. Ein erneuter Beschluss in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung soll den Wunsch der Gemeinde an das Schulamt nun noch einmal deutlich machen.

Einig waren sich die politischen Vertreter bei der Ablehnung eines Löschbrunnens im Ortsteil Braak für rund 30 000 Euro. Um den gesetzlich geforderten Brandschutz sicherzustellen, reiche es aus, die vorhandenen, offenen Wasserstellen zu befestigen und in absehbarer Zeit einen bisher als Güllebehälter genutzten Tank zum Wasserreservoir umzubauen.

Als bürgerliches Mitglied in den Maßnahmenausschuss verpflichtet wurde außerdem der Landwirt Frank Schlüter (50, CDU).

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