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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 10:08 Uhr

A 7 : Laster-Bergung mit Knalleffekt

vom

Am Steuer eingenickt: Schwerer Sattelschlepper raste in die Böschung. Autobahn Richtung Norden blieb über Stunden halbseitig gesperrt.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 07:48 Uhr

Neumünster | Er hätte es nicht mehr weit gehabt: Nur wenige hundert Meter vor der Autobahnabfahrt Neumünster-Nord, an der er die A 7 eigentlich verlassen sollte, hat der Fahrer eines Sattelzuges am frühen Sonnabendmorgen die Kontrolle über seinen 38-Tonner verloren. Der 64-jährige war vermutlich am Steuer eingenickt. Der Lkw kam nach rechts von der Fahrbahn ab und hinterließ eine über hundert Meter lange Spur der Verwüstung, bevor er sich schließlich in den Straßengraben bohrte. Die Autobahn Richtung Norden war bis zum späten Nachmittag halbseitig gesperrt. Es kam zu kilometerlangen Staus, auch auf der Gegenfahrbahn.

Der Fahrer und seine Lebensgefährtin, die auf dem Beifahrersitz gesessen hatte, kamen ohne ernsthafte Verletzungen davon. Die Frau wurde aber vorsichtshalber ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht.

Auf seiner Tour ins Abseits walzte der 38-Tonner nicht nur die Leitplanke nieder - auch ein großes Hinweisschild und eine Notrufsäule blieben auf der Strecke. Besonders kritisch: Beide Tanks des Lastzuges wurden bei dem Unfall aufgerissen, mehrere 100 Liter Diesel liefen aus. Die Einsatzkräfte pumpten die Tanks leer, konnten aber nicht verhindern, dass ein Teil der Böschung verseucht wurde. Die Wasserbehörde veranlasste, den Boden umgehend auszutauschen.

Als das Bergungsunternehmen sich daran machte, den Sattelschlepper mit schwerem Gerät aus der Böschung zu ziehen, gab es eine weitere unliebsame Überraschung: Aus dem Motorraum des 38-Tonners war plötzlich ein lauter Knall zu vernehmen und Rauch stieg auf. Die Bergungsprofis stoppten sofort ihre Arbeit und riefen die Feuerwehr zurück an die Unfallstelle. Die musste tatsächlich noch einmal ran und das Fahrzeug ablöschen. Vermutlich durch die erheblichen Beschädigungen ausgelöst, hatte sich an dem Fahrzeug ein Brand entwickelt. Feuerwehr-Einsatzleiter Wilhelm Duda lobte ausdrücklich das umsichtige und besonnene Verhalten des Bergungsunternehmens, das Schlimmeres verhindert habe.

Feuerwehreinsatz, Bergungsarbeiten und der Bodentausch an der Böschung zogen sich bis in den Nachmittag hin. Die A 7 war während dieser Zeit in Richtung Norden über Stunden nur einspurig befahrbahr. Vor allem in den Nachmittagsstunden staute sich der Verkehr wegen des dichten Wochendverkehrs auf bis zu zehn Kilometer zurück. Auch in Gegenrichtung kam es auf Höhe derUnfallstelle durch schaulustige Autofahrer immer wieder zu Behinderungen.

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