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Boostedt : Langsam leeren sich die letzten Hallen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der Rantzau-Kaserne sind noch 30 Soldaten mit den Abschlussarbeiten beschäftigt. Die Restbestände werden zum Teil versteigert

Boostedt | Es ist still geworden in der Rantzau-Kaserne. Zurzeit sind hier zwar noch rund 30 Soldaten mit der Abwicklung der Liegenschaft beschäftigt. „Doch auch diese Zahl wird sich zusehends reduzieren“, erklärte Nachkommandoführer Hauptmann Michael Förster.

Die rund 40 Gebäude und Hallen sind mittlerweile leergeräumt und abgeschlossen. Lediglich zwei Gebäude werden von der Nachhut noch für die Verwaltung und als Unterkunft genutzt.

Und seit dem 30. Juni ist auch noch die Küche geschlossen worden, sodass die Soldaten sich nun selbst versorgen müssen. Wirklich Schluss mit der Bundeswehr in Boostedt ist dann am 31. Dezember.

„Ein bisschen merkwürdig ist es schon, durch die leeren Bereiche zu gehen. Ich selbst war hier zwei Mal stationiert. Doch kein Verband, bei dem ich war, existiert noch“, erzählte Förster, der selbst in Boostedt lebt und seit nahezu 25 Jahren der Bundeswehr angehört. Er selbst werde als Personaloffizier nach Hamburg gehen, und auch für alle anderen Bediensteten seien gute Lösungen gefunden worden, berichtete der 42-Jährige weiter.

Die wenigen verbliebenen Ausrüstungsgegenstände, zu denen noch einige Fahrzeuge, Thermobehälter, Tarnnetze und Werkzeuge gehören, werden jetzt in den Bestand der Bundeswehr zurückgeführt. Anderes wird über die Vebeg, die Verwertungsgesellschaft des Bundes, im Internet zum Verkauf angeboten. „Die Auktionen laufen bereits. Bis Anfang September soll alles verkauft sein“, erklärte Oberfeldwebel Martin Weichbrodt (30), der gemeinsam mit dem Stabsgefreiten Artur Hard (22) die Ausrüstung sichtet und für die Käufer bereitstellt.

Einige letzte Kräfte werden noch bis zur Übergabe an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bis Mitte 2016 auf dem Gelände bleiben. Die Bima wird sich dann unter der Planungshoheit der Gemeinde um die Vermarktung des bundeseigenen Areals kümmern.

Für die Umnutzung des riesigen Geländes hat die Gemeinde Boostedt bereits einiges an Vorarbeit geleistet. So wurde vor einigen Monaten ein Konversionsmanagement installiert (der Courier berichtete). Das soll nun über einen Rahmenplan die Bedingungen der Nachnutzung erarbeiten. Der Rahmenplan muss aber noch erarbeitet werden.

 

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