Grünkohl : Langes Warten auf den ersten Frost

Stolz präsentiert Günter Heller die prachtvollen Grünkohlstauden in seinem Garten in der Anlage Störbrücke. Grundlage seiner Hochbeete ist das Herbstlaub vergangener Jahre.
Stolz präsentiert Günter Heller die prachtvollen Grünkohlstauden in seinem Garten in der Anlage Störbrücke. Grundlage seiner Hochbeete ist das Herbstlaub vergangener Jahre.

Noch bis zum 29. November nimmt die Stadt kostenlos Laub an. Man kann es aber auch als Grundlage für den Grünkohl verwerten.

shz.de von
17. Oktober 2014, 07:30 Uhr

Neumünster | Der Herbst zeigt sich von seiner besten Seite: Sommerliche Temperaturen laden zur Ernte im heimischen Garten ein. Grünkohlliebhaber müssen sich dagegen noch in Geduld üben: Der erste Frost fehlt.

Auch Hobby-Gärtner Günter Heller von der Kleingartenanlage Störbrücke an der Boostedter Straße wartet auf einen nächtlichen Kälteeinbruch „Sonst hatten wir Anfang Oktober schon mal Frost. Für den Grünkohl ist der wichtig. Durch die Kälte verliert der Kohl die Bitterstoffe und die Süße kommt durch“, sagt er.

Ungeduldige können sich jedoch mit Tricks behelfen, verrät der Hobby-Gärtner: „Man kann den Kohl natürlich auch jetzt schon ernten und einfrieren, das Ergebnis ist unter dem Strich dasselbe“, sagt der passionierte Gartenfreund. „Ich werde allerdings auf den Frost warten, meine Kühltruhe ist voll“, meint Günter Heller schmunzelnd.

Lange Reihen des gesunden Gemüses hat der Rentner auf Hochbeeten stehen, deren Boden er aus Zweigen und Laub selbst kompostiert. Wer keine Möglichkeit hat, sein Herbstlaub so clever zu verwerten, kann Laub in Mengen bis zu einer Kofferraumladung voll kostenfrei noch bis zum 29. November auf den acht Sammelplätzen des Technischen Betriebszentrums (TBZ) abgeben (der Courier berichtete).

Das Angebot zur Laubabgabe werde bisher gut angenommen, stellt Fachdienstleiter Ingo Kühl gegenüber dem Courier fest: „Es wird bereits Laub angeliefert. Noch werden wir nicht überrannt, aber das meiste Laub hängt ja auch noch an den Bäumen.“ – Oder es wandert unter den nächsten Grünkohl!

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