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Landesunterkunft : Langes Anstehen für Hähnchen-Gyros mit Reis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Technische Hilfswerk versorgte die Flüchtlinge am Haart über elf Tage. Jetzt springt ein professioneller Betrieb ein.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Es ist ein Anblick der Ordnung in einem ansonsten wuseligen Chaos. Friedlich standen die Frauen, Männer und Kinder gestern Mittag in einer langen Warteschlange vor dem Versorgungszelt in der Landesunterkunft am Haart und warteten auf Einlass. Zum letzten Mal kochten die Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Barmstedt. Elf Tage lang hatten die zwölf Ehrenamtlichen die vollständige Verpflegung von 600 bis zu 1200 Flüchtlingen im Bereich der neuen Modulhäuser auf dem Gelände übernommen. Zum Abschluss gab es Hähnchen-Gyros mit Reis.

„Geflügel und Reis ging immer. Besonders gefragt war aber Weißbrot“, berichtete THW-Einsatzleiter Stefan Schrade. An Obst fanden vor allem Weintrauben, Nektarinen, Honigmelonen und Bananen reißenden Absatz. Äpfel und Birnen blieben hingegen liegen. Auch Kartoffeln und Schweinefleisch boten die Helfer ganz bewusst nicht an. Dafür sorgten sie bei den Kindern mit Schokoriegeln für Freude.

Vier Helfer bereiteten das Essen zu, weitere vier kümmerten sich in der „Spülstraße“ um den Abwasch. 36 000 Essen gingen in den elf Tagen über die Ausgabe.„Das lief alles reibungslos und ohne Zwischenfälle. Und die Zusammenarbeit mit dem Landesamt klappte vorbildlich“, lobte Schrade. Packten sich die Neuankömmlinge anfangs immer den Teller so voll wie sie konnten, wussten sie nach zwei, drei Tagen: Man darf auch Nachschlag holen. Positiv ist Schrade die Mentalität der Flüchtlinge aufgefallen: „Jeder hat nur soviel genommen, wie er essen konnte. Wir hatten sehr wenig Reste, maximal eine halbe Tonne pro Tag.“

Für die THW-Helfer ist nach sieben Wochen im Einsatz an drei Standorten in Flüchtlingsunterkünften nun erst einmal Ausruhen angesagt. Ab heute übernimmt der professionelle Betrieb, der auch schon an der Störstraße tätig ist, die Verpflegung. In der Kantine am Haart bleibt das DRK zuständig.

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