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Statistik : Langer Winter wirkt auf den Arbeitsmarkt

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Die Arbeitslosenzahlen sinken, sind aber etwas schlechter als im Vorjahr.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 07:59 Uhr

Neumünster | 4474 Menschen in der Stadt waren Ende April 2012 ohne Arbeit. Dies waren zwar 180 Beschäftigungslose weniger als im März - gegenüber dem April 2012 hingegen stellt das eine leichte Verschlechterung dar. Im Vorjahr waren es noch 19 Arbeitslose weniger.

Die Arbeitslosenquote in der Stadt liegt jetzt bei 11,3 Prozent. Im Vorjahr war sie mit 11,2 Prozent etwas niedriger, im März 2013 dagegen mit 11,7 Prozent etwas höher. Im landesweiten Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte steht aktuell lediglich Flensburg mit 11,7 Prozent schlechter dar. Den niedrigsten Anteil an Arbeitslosen hatte, wie schon im Vorjahr, der Kreis Stormarn mit 4,3 Prozent.

"Wir spüren den langen Winter auf dem Arbeitsmarkt noch", sagte Carsten Ludwig, Leiter der Agentur für Arbeit, bei der Vorstellung der Zahlen. Zwar ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt seit Jahresbeginn laut Ludwig durchaus erfreulich. Bedingt durch den langen Winter halten sich allerdings einige Arbeitgeber noch damit zurück, freie Stellen zu melden.

Im Hotel- und Gaststättengewerbe, in der Baubranche, im Logistik-Sektor und teilweise im verarbeitenden Gewerbe gibt es nach Ludwigs Angaben einige Arbeitsplätze, die abhängig von der Wetterlage ausgeschrieben werden. Nun hofft der Agenturchef, dass die Nachfrage an Bewerbern bald wieder ansteigt. "Wir müssen abwarten, was da kommt", so Ludwig.

Mit einem Blick auf den Nachwuchs stellte er fest: "Der Ausbildungsmarkt ist um diese Jahreszeit noch sehr in Bewegung". Dem Arbeitgeberservice im Agentur-Bezirk, dem neben Neumünster auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde angehört, sind bis Ende April 1694 Ausbildungsstellen gemeldet worden.

Der Agentur-Chef denkt daher, dass noch einige junge Menschen die Chance haben, einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Unsicheren Berufseinsteigern empfiehlt er eine Berufsberatung. Viele Kandidaten wüssten angesichts von rund 450 Berufsfeldern gar nicht, was es alles im Angebot gibt. Einige Berufsbezeichnungen dürften sie gar noch nie gehört haben. Zudem erkennt der Berater möglicherweise ein Potenzial, das in Schulzeugnissen allein nicht sichtbar ist. "Wir möchten gern über die bloßen Noten hinaus Talente entdecken", sagte Ludwig.

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