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Holsteinischer Courier

19. November 2017 | 09:58 Uhr

Baustelle : Lange Staus auf dem Hansaring

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Wasbeker Straße wird am Sonntag für Asphaltierungsarbeiten voll gesperrt. Ab dem 1. Mai soll der Verkehr wieder frei rollen

von
erstellt am 23.Apr.2014 | 05:00 Uhr

Neumünster | Die Fahrbahnverengung auf dem Hansaring an der Kreuzung der Wasbeker Straße wurde gestern für Autofahrer zur harten Geduldsprobe. Der Rückstau von der Einfädelstelle reichte im Süden teils weit hinter die Bahnunterführung zurück. In der Gegenrichtung von der Roonstraße aus hielten sich die Staus in Grenzen.

Die Autofahrer müssen mit diesem Nadelöhr bis zum kommenden Montag leben: So lange dauert es, um die neuen Radwege aus der Wasbeker Straße an die Kreuzung anzubinden. Seit gestern gilt zudem bis zum kommenden Mittwoch, 30. April, in der Wasbeker Straße zwischen der Bahnhofstraße/Am Teich bis zum Ring ein absolutes Halteverbot. Die Straßenbaufirma baut die Guss-Asphaltrinnen am Fahrbahnrand ein, danach kann dann die abschließende Verschleißdecke aufgebracht werden (der Courier berichtete).

Für diese Maßnahme hat die Stadt eine Vollsperrung der Wasbeker Straße angekündigt. Sie gilt ab Mitternacht in der Nacht zum Sonntag, 27. April, bis voraussichtlich am Montag, 28. April, um 6 Uhr auf der gesamten Baustellenstrecke vom Teich bis zum Hansaring. Die Fabrikstraße, die Linienstraße und die Wilhelmstraße enden während der Vollsperrung als Sackgassen. Nur wenn die Asphaltierung wetterbedingt am Sonntag nicht möglich sein sollte, wird sie am Montag stattfinden.

Anlieger der Wasbeker Straße wundern sich: Seit Monaten fordern sie vergeblich, dass in ihrer Straße endlich schneller gearbeitet werden möge – und ausgerechnet der allerletzte Teil wird an einem Sonntag erledigt? „Das war von vornherein so vorgesehen, da der Abschnitt in einem Rutsch asphaltiert wird. Am Sonntag ist am wenigsten Verkehr, und es gibt die wenigsten Beeinträchtigungen“, erklärte der bei der Stadt zuständige Bauleiter Jörg Schulz. Die Anwohner der Wasbeker Straße können während der Asphaltierungsarbeiten am Sonntag nicht zu ihren Grundstücken fahren. Die Stadt bittet alle Anlieger, auch die von den Garagenhöfen, ihre Fahrzeuge anderweitig abzustellen, wenn sie sie während der Bauzeit benutzen wollen. Falls Fahrzeuge trotz des absoluten Halteverbots an der Straße abgestellt sein sollten, hat die Stadt angekündigt, diese rigoros durch die Polizei abschleppen zu lassen – kostenpflichtig, versteht sich.

Nach der abschließenden Asphaltdecke müssen in der nächsten Woche noch die Fahrbahnmarkierungen auf die Straße gebracht und die Schachtdeckel der Gullis angepasst werden. „Wenn alles glatt läuft, können wir die Wasbeker Straße zum 1. Mai wieder freigeben“, sagte Jörg Schulz.

Kommentar: Ende der Leidenszeit in Sicht

Rendsburger Straße, Viktoria- und  Roonstraße, Sedanstraße, Haart und Friesenstraße, rund ums Sager-Viertel und Wasbeker Straße/Hansaring – in Neumünster wird  zurzeit gebaut und gebuddelt, was das Zeug hält. Auch ortskundige Autofahrer verzweifeln angesichts der vielen gleichzeitigen Baustellen, die wichtige Verkehrsadern der Stadt lahmlegen.  Selbst beim täglichen Blick in den Courier und auf die Baustelleninformationen der Stadt im Internet kann man kaum den  Überblick behalten. Wie muss es da erst auswärtigen Besuchern gehen?  An der  Informationspolitik und am Baustellenmanagement, also der Koordinierung der  Baustellen von Stadt, Stadtwerken und privaten Bauherren, ist noch viel zu verbessern. Davon können die Anlieger  der Wasbeker Straße ein Lied singen. Nach elf Monaten Bauzeit ist ein Ende ihrer Leiden  in Sicht.  Das sind fünf Monate Verzögerung. Und am Ende  geht es auch mal ganz schnell: Es wird am Sonntag gebaut!  So viel Flexibilität ist leider selten.

 

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