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Arpsdorf : Landwirte wollen Störbrücke weiter nutzen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Aufrüstung der Brücke kann die Gemeinde Arpsdorf nicht finanzieren.

shz.de von
erstellt am 05.Mär.2015 | 08:30 Uhr

Arpsdorf | „12 Tonnen. Eine größere Traglast lässt die Störbrücke Richtung Ehndorf nicht zu“, informierte Peter Thomsen die neun Gemeindevertreter und drei Gäste, die am Dienstagabend zur öffentlichen Gemeinderatssitzung ins Sportlerheim gekommen waren. Das allerdings könnte zum Problem für die Landwirte werden, die die Brücke nutzen.

Der Bürgermeister gab damit das Ergebnis eines von der Gemeinde Arpsdorf in Auftrag gegebenen Gutachtens bekannt. Da die alten Schilder vor der Brücke nur noch schwer zu lesen seien, erwäge er neue Schilder bei der Straßenmeisterei zu bestellen. Außerdem habe er mit dem Ehndorfer Bürgermeister Hauke Göttsch vereinbart, auch in Ehndorf ein 12-Tonnen-Schild aufstellen zu lassen. Schwerlastzügen werde so der unnötige Weg bis nach Arpsdorf erspart.

Bei einigen Gemeindevertretern stieß die Ankündigung auf Unmut. „Lassen wir das jetzt so?“, fragte Marko Voss. Der Arpsdorfer Landwirt sieht Probleme auf die Bauern seiner Gemeinde zukommen. „Wir haben die Möglichkeit, Ehndorfer Land zu pachten. Mit dem großen Umweg über Padenstedt werde das schwierig“, so Voss. Ein Gast pflichtete ihm bei: „Unser Landhandel, über den wir Dünger und Saatgut bestellen, befindet sich in Wasbek. Für uns ist es wichtig, ihn auf direktem Wege zu erreichen.“ Für eine Aufrüstung der Brücke auf 40 Tonnen Traglast fehlten der Gemeinde die finanziellen Mittel, warf Thomsen ein. Es gehe hier nicht um Schikane, auch er wolle den Anschluss an Ehndorf behalten.

Da es für die im Rahmen der Störbegradigung von 50 Jahren erbaute Brücke kein Brückenbuch gibt und somit deren limitierte Traglast immer wieder für Diskussionsstoff gesorgt hat, soll eine neue Verkehrsregelung geprüft werden. Hiernach soll die Brücke jeweils einseitig befahren werden, dann allerdings mit bis zu 24 Tonnen – der Summe zweier sich auf der Brücke treffenden 12-Tonner. Eine Möglichkeit, die den Bauern weiterhelfe, meinte der Gast. Die Verkehrsaufsicht des Kreises soll nun prüfen, ob ein einseitiges Befahren möglich ist.

Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die Fortführung der Mitgliedschaft im Naturpark Aukrug und die Jahresrechnung 2014 des Finanzausschuss. Am 31. Dezember verfügte die Gemeinde über allgemeine Rücklagen von knapp 60 000 Euro. Eine Sonderrücklage für die Feuerwehr beziffert sich auf 7500 Euro. Arpsdorf ist schuldenfrei und kann somit auf einen soliden Haushalt blicken.  

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