zur Navigation springen

Gerisch-Stiftung : Landschaften: universell und persönlich zugleich

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

150 Interessierte besuchten die Ausstellungseröffnung „My Landscape is Your Landscape“.

Neumünster | Seit gestern zeigt die Herbert-Gerisch-Stiftung in einer neuen Ausstellung unter dem Titel „My Landscape is Your Landscape“ (Meine Landschaft ist deine Landschaft) erstmals vielfältige Videokunst internationaler Künstler (der Courier berichtete).

Auf Flachbildschirmen sowie als Projektion sind 18 Arbeiten von 15 Künstlern unter anderem aus Deutschland, der Schweiz, Spanien, Taiwan, Israel und Amerika zu sehen und teilweise zu hören. „Wir zeigen mit dieser Auswahl etwas bei uns noch nie da Gewesenes. Die Inszenierung ist hervorragend. Lasst Euch überraschen“, erklärte Brigitte Gerisch in ihrer Begrüßung voller Vorfreude.

Und auch die etwa 150 Gäste, die sich im Café versammelt hatten, waren nach einem ersten Rundgang durch die Präsentation voll des Lobes über die Arbeiten, die der Hamburger Kurator Professor Claus Friede dafür aus aller Welt zusammengetragen hatte.

„Landschaften sind prädestiniert dafür, den Blick des Einzelnen auf die Welt zu reflektieren. Sie sind Abbilder, mit denen sich jeder individuell auseinandersetzt. Denn Landschaftserfahrungen sind universell und gleichzeitig immer etwas sehr Persönliches. Und damit ist die Ausstellung hier im Haus ein Geschenk an uns alle“, so Friede in seiner Einführung.

Zu erfahren sind für die Besucher ganz verschiedene Eindrücke. Zum Beispiel zeigt der „MeeresGarten“ des Schweizers Louis von Adelheim ein permanent fließendes „Bildermeer“, indem sich der Betrachter sozusagen verlieren kann. Auf einer vierminütigen wilden Fahrt mit dem Motorrad nimmt sich die Jasmine Kainy aus Israel dagegen dem Gedicht „Avidan“ ihres Landsmannes, des Lyrikers Ido Yoav an. Und Levi Jackson aus Amerika lässt auf faszinierende Art einen Pinsel über eine ausgetrocknete Wüstenlandschaft wandern.Mit einer optischen Täuschung wartet der deutsche Medienkünstler Till Nowak auf. Denn aus seiner „Fjordlandschaft“ entwickeln sich Blasen, die wie in einer Lavalampe aufsteigen. Nowak ist in Neumünster nicht unbekannt, denn von ihm stammt auch die Lichtinstallation am Wasserturm.

„Jedes der Werke ist irgendwie aufregend. Aber am stärksten finde ich bis jetzt das Sonnenfeuer“, erklärte Adelheid Leineweber aus Flensburg, beeindruckt von den Aufnahmen, die unter dem Titel „Scale“ der deutschen Künstlergruppe Bauhouse für die Ausstellung ausgewählt wurden. Aber auch Meike Mathesdorf (47) aus Neumünster und ihre Töchter Zoe (7) und Rosa (11) hatten ihren Spaß an den Videos, die nun noch bis zum 20. Dezember in der Gerisch-Stiftung zu sehen sind.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen