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Grossenaspe : Landeigentümer plant eigenen Windpark

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In Großenaspe wurde ein neues Konzept für die Fläche „Dorotheental“ vorgestellt.

Grossenaspe | Nachdem der Antrag von Peter Kollster auf eine Änderung des Flächennutzungsplanes im Zusammenhang mit dem Bürgerwindpark im Jahr 2013 scheiterte, stellte er auf der Sitzung des Großenasper Planungs- und Maßnahmenausschusses am Donnerstag nun ein neues Konzept für die Fläche „Dorotheental“ vor.

Diese Fläche war im Regionalplan nicht als Eignungsfläche ausgewiesen. Doch mit der Aussetzung des Regionalplans sieht der Eigentümer jetzt wohl doch noch eine Chance, sein Land zur Erzeugung von Windenergie zu nutzen. Demnach möchte Kollster neben dem bereits beschlossenen Bürgerwindpark weitere Windräder mit einer eigenen Gesellschaft ebenfalls mit finanzieller Beteiligung von Bürgern errichten. Vorgestellt wurde dazu eine Planung mit fünf Anlagen von 90 Metern Höhe beziehungsweise drei Anlagen mit einer Höhe von 150 Metern. Letztere Variante hängt aber vom noch ausstehenden Urteil über den Einspruch des Deutschen Wetterdienstes (der Courier berichtete) ab. Dies berichtete der Ausschussvorsitzende Bernd Konrad (CDU) auf Anfrage. „Der Ausschuss hat diese Pläne zur Kenntnis genommen. Weitere Schritte werden für uns erst nach dem Eingang eines erneuten Antrags fällig“, erklärte er.

Ebenfalls im Ausschuss vorgestellt wurde ein Mietobjekt im Gewerbegebiet (Am alten Sportplatz 10), das der Eigentümer der Gemeinde zur Unterbringung von Flüchtlingen angeboten hatte. „Die Anmietung von Wohnraum erfolgt aber ausschließlich über das Amt Bad Bramstedt Land. Sollte sich der Eigentümer mit dem Amt einigen, muss er als nächsten Schritt einen entsprechenden Bauantrag bei der Gemeinde einreichen“, erläuterte Konrad dazu. Zum reinen Wohnen dürften die Räume aufgrund der vom Land getroffenen Ausnahmeregelung dann bis 2020 genutzt werden. „Danach muss das Haus nach heutigem Recht wieder in gewerblichen Raum umgewandelt werden“, erklärte er.

Im einzigen Beschluss des Abends stimmten die Ausschussmitglieder den Entwürfen zu Änderung des Flächennutzungsplanes für das Gebiet zwischen Diekstücken, Hans-Claußen-Ring, Kirchstraße und Heidmühlener Weg zu.

Ein wenig überrascht, aber auch erfreut äußerte sich Bernd Konrad noch über die rund 50-köpfige Besucherschar, die sich im Mehrzweckraum der Schule eingefunden hatte. „Ich hatte ja für den Besuch der Ausschüsse auf der letzten Gemeindevertretersitzung geworben. Doch von dieser großen Resonanz war ich dann doch überrascht“, berichtete er.  

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