Erstaufnahme in Boostedt : Land will deutlich weniger Flüchtlinge

Flüchtlinge

Schleswig-Holstein wird bis Ende der Erprobungsphase der Ankerzentren  weiter nach dem bisherigen Konzept mit den beiden bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen in Neumünster und Boostedt vorgehen.

Jetzt wartet Boostedt auf die konkreten Zahlen.

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14. Juni 2018, 10:15 Uhr

Die Landesregierung kommt der Gemeinde Boostedt bei der Größenordnung für die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge entgegen. Nach Auskunft der Bundestagsabgeordneten Melanie Bernstein (CDU) plant sie nicht nur, die Nutzung der Erstaufnahmeeinrichtung bis 2024 zu begrenzen und den Mietvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben entsprechend zu befristen, sondern möchte auch eine deutlich niedrigere maximale Belegungszahl vor Ort. Eine konkrete Größenordnung nannte Melanie Bernstein nicht.

„Das ist ein wichtiges Signal dafür, dass die Sorgen der Menschen ernst genommen werden“, sagte die CDU-Politikerin. Der Landtagsabgeordnete Wolf Rüdiger Fehrs (CDU) begrüßt die Entscheidung ebenfalls: „Die Gemeinde kann sich jetzt zielgerichteter um die Konversion des Kasernen-Geländes kümmern. Wir werden Boostedt dabei auch weiterhin unterstützen“, hieß es.

Bürgermeister Hartmut König (CDU) bestätigte erleichtert die Signale aus Kiel: „Das Land hat die Sorgen in der Gemeinde registriert und reagiert“, so König. Er wartet jetzt auf konkrete Eckdaten. Am 21. Juni wird es zu dieser Thematik eine nicht öffentliche Sitzung mit allen Fraktionen sowie Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU) und weiteren Vertretern des Ministeriums in Boostedt geben. Noch im Mai hatte das zuständige Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) einen unbefristeten Mietvertrag sowie eine Belegung mit 1200 Flüchtlingen für erforderlich gehalten.

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