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Grossenaspe : Land blockiert Projekte in der Gemeinde

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Reiter- und Radlerpension in Brokenlande wurde als Vorhaben im Außenbereich abgelehnt. Eine neue Stellungnahme wurde ausgearbeitet.

Grossenaspe | Die innerörtliche Entwicklung (Lückenbebauung) hat für die Raumplanung der Landesregierung zurzeit Priorität. Dies verzögert jetzt mehrere Bauvorhaben in der Gemeinde Großenaspe. Davon unterrichtete Udo Petersen vom Fachdienst Planung und Entwicklung des Kreises Segeberg den Planungs- und Maßnahmenausschuss.

So mussten hier bereits zum dritten Mal die erforderlichen Beschlüsse für die Bebauung „nördlich Brokenlander Straße/Brokenlander Gehege“ gefasst werden. Auf der abgebrannten Hofstelle will ein privater Investor eine Reiter- und Radlerpension betreiben. Das für die Genehmigung des Flächennutzungsplanes zuständige Innenministerium lehnt dies jedoch bisher ab, da es sich um eine Entwicklung im Außenbereich handele. „Das ist nicht nachzuvollziehen, da dort Gebäude mit Bestandsschutz stehen. Außerdem ist eine Anbindung an den Mönchsweg sowie an den Ochsenweg gegeben, die touristisch erschlossen werden sollen“, erklärte Petersen. „Wir haben jetzt alle Stellungnahmen noch einmal eingearbeitet. Jetzt warten wir mal ab, was passiert“, sagte er weiter.

Ähnlich Schwierigkeiten erwartet Petersen auch für die Entwicklung des Baugebietes zwischen Diekstücken, Hans-Claußen-Ring, Kirchstraße und Heidmühlener Weg. Hier sollen auf rund 4,2 Hektar Fläche 40 bis 45 Bauplätze entstehen. Um für die Genehmigung schon einmal einige Einsprüche im Vorfeld abzufangen, beschloss der Ausschuss, zunächst ein Umweltgutachten erstellen zu lassen. „Außerdem werden ein Bedarfsplan und eine Baulückenbewertung erstellt“, ergänzte hierzu Udo Petersen.

Ein erneuter Entwurfs- und Auslegungsbeschluss musste ebenfalls zum Baugebiet „zwischen Hauptstraße, Schulstraße, Diekstücken gefasst werden. Hier will ein privater Investor sechs bis acht Grundstücke erschließen. Nach der Erweiterung des öffentlichen Parkraums auf vier Plätze wird der Bebauungsplan nun erneut ausgelegt.

Aufgehoben wurden dagegen die Änderungsbeschlüsse für das Gebiet „nördlich Brokenlander Straße/Brokenlander Gehege“. Hier hatte ein Bewerberkonsortium für den Ausbau der A7 eine Bauvoranfrage für die Errichtung einer Autobahnmeisterei gestellt. „Da sie aber den Auftrag nicht bekommen haben, hat sich das jetzt ja erledigt“, erläuterte dazu der Ausschussvorsitzende Bernd Konrad (CDU).

Für eine nachträgliche Erschließung von drei Grundstücken an der Straße Freiweide (rechts aus Richtung Großenaspe kommend) wurde von den Ausschussmitgliedern zunächst eine Kostenschätzung in Auftrag gegeben. Da ein Anlieger bereits mit dem Bauen begonnen hat, wird die Gemeinde hier unter Umständen in Vorleistung gehen. Refinanziert werden sollen die Baukosten später durch die Anschlusskosten für die Anlieger.

Im Zusammenhang mit den regen Bautätigkeiten in der Gemeinde wies der Wehrführer Jürgen Pingel den Ausschuss noch einmal deutlich darauf hin, dass der Brandschutz bei diesen Vorhaben nicht unberücksichtigt bleiben dürfe. „In Brokenlande zum Beispiel können die Vorgaben für den Einsatz mit Atemschutzträgern jetzt schon nicht eingehalten werden“, gab er hier als Beispiel. Der Ausschuss wird hierzu nun die Prüfung der vorgebrachten Einwände in die Wege leiten.

Einstimmig erfolgte die Auftragsvergabe für die Verdichtung der Straßenbeleuchtung. Hier sollen rund 30 weitere Leuchten installiert werden. Die Kosten hierfür wurden mit rund 37 000 Euro beziffert. Ebenfalls einstimmig wurde auch der Grundsatzbeschluss zur Planung eines Fahrstuhls im Schulgebäude gefasst.

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