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Wittorf : Lärmschutz-Kunst: Werden Autofahrer abgelenkt?

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In Wittorf gibt es plötzlich Bedenken der Verkehrsaufsicht wegen der Gestaltung des Lärmschutzwalls / Beirat erbost: Bedenken kommen zu spät

Neumünster | Es geht voran mit der Gestaltung des Lärmschutzwalls (der Courier berichtete) an der Altonaer Straße: Am Donnerstagabend stellte Sünne Höhn vom Kulturbüro auf der Sitzung des Stadtteilbeirats Wittorf vier künstlerische Entwürfe vor. „Das sind tolle Vorschläge“, sagte die Beiratsvorsitzende Sabine Krebs (CDU). Für Irritationen sorgte aber eine Mitteilung der Stadt, die Gestaltung des Walls könne gefährlich sein, weil Autofahrer abgelenkt werden könnten.

„Ich war erbost, denn wir haben das Verfahren schon so weit vorangebracht“, sagte Sabine Krebs. Jetzt sei das Ganze anscheinend wieder in der Schwebe. Bereits am Wochenanfang sei eine Mail von dem Fachdienstleiter Tiefbau, Ralf-Joseph Schnittker, gekommen, der die Bedenken der Verkehrsaufsicht mitteilte. „Wir als Stadtteilbeirat haben von der Verwaltung den Vorschlag bekommen, den Wall zu gestalten. Das haben wir aufgenommen. Wir können aber nicht fachlich beurteilen, ob das gefährlich ist, das müssen andere“, betonte Sabine Krebs. Die Stadt war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Das Votum des Beirats geht jetzt an die Verwaltung, die entsprechend prüfen und einen Bescheid geben muss, was passieren darf und was nicht. „Wir sind gespannt“, sagte Sabine Krebs.

Vier Entwürfe wurden diskutiert: „Hahnentritt“, den die Künstlerin Katrin Schmidbauer „Urban Tattoo“ nennt, „Mosaike“ von Nicolas Freitag mit Kinderbildern von Neumünster und Pfeilen auf 80 Einzelbildern und „Stadt in den Wolken“ von Björn Holzweg, bei dem Schwäne gemeinsam mit der Vicelinkirche, dem Rathaus und dem Wasserturm surrealistisch durch die Lüfte fliegen. „Kreuzstich Neumünster“ von Hansjörg Schneider aus Berlin zeigt den Schriftzug ‚Neumünster‘ aus vielen kreuzstichartigen Platten mit einem Pfeil in Richtung Innenstadt – und der ist der Favorit von Beirat und Publikum: „Das erinnert am besten an die Tuchmacherstadt“, so Sabine Krebs. Ihr Favorit: die Schwanen-Collage.

Einhellig beschlossen wurde die Benennung einer neuen Straße, die vom Krokamp abgeht. Dort lag gegenüber der Einmündung damals das Firmengelände von Emil Dittmer, nach ihm wird die Straße heißen. „Das Edi-Haus prägt noch heute ganze Straßenzüge in Wittorf“, sagte Sabine Krebs.

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erstellt am 25.Feb.2017 | 08:34 Uhr

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