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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 03:59 Uhr

Umbau am Bahnhof : Läden ziehen in Container

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Bahn baut bis Anfang Juli eine neue Brandmeldeanlage in den Geschäften ein. Der Zugang zu den Gleisen und zum Reisezentrum ist nicht betroffen

Neumünster | Ein großer Autokran hievte gestern Containermodule von einem Lkw auf den Konrad-Adenauer-Platz: Am Bahnhof beginnt die Deutsche Bahn mit der angekündigten Modernisierung der Ladenzeile. Sie wird mit einer neuen Brandmeldeanlage ausgerüstet. Die Geschäfte ziehen während der Arbeiten nacheinander in den zwölf mal zwölf Meter großen Container auf dem Adenauer-Platz.

Den Auftakt macht in der kommenden Woche, wenn der provisorische Verkaufscontainer mit allen Anschlüssen versehen ist, die Bäckerei Günther. „Für die Zeit des Umzugs werden noch zwei Marktverkaufswagen aufgestellt“, erklärte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis auf Courier-Nachfrage. Nach Abschluss der Arbeiten zieht die Bäckerei zurück in ihre Verkaufsräume, danach ist der Zeitschriftenhandel an der Reihe, zum Schluss Blume 2000.

Die Filiale der Sparda-Bank in der Zeile ist vom Umbau nicht betroffen. Auch der Zugang zu den Bahnsteigen und zum Reisezentrum bleibt frei. Gleiches gilt für den Bahnhofsturm mit der Verwaltung, der Bundespolizei, der Bahnhofsmission und dem Schnellrestaurant. Sie sind wie das Erotikgeschäft Orion bereits mit einer modernen Brandmeldeanlage ausgestattet.

„Voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli werden alle Baumaßnahmen abgeschlossen und der Container wieder abgebaut sein“, sagte Meyer-Lovis und räumte ein, dass auf dem Adenauer-Platz vier Bäume für den Container weichen mussten. „Sie werden im Herbst wieder aufgeforstet“, versprach Meyer-Lovis. „Die Bahn ist verpflichtet, für eine Ersatzpflanzung zu sorgen“, sagte Stadtsprecher Stephan Beitz. An welcher Stelle, ist aber noch offen. Nur wenn der Adenauer-Platz so bleibt wie bisher und nicht umgestaltet wird, sollen die Bäume an ihren alten Standort zurück. Ansonsten kann die Stadt an anderer Stelle einen Pflanzort bestimmen.

Zufällig gleichzeitig mit diesen Arbeiten wurde gestern eine neue Rad- und Gehwegführung am Bahnhof eingerichtet. Stadtein- und auswärts geht es nicht mehr geradeaus. Radler müssen absteigen und werden durch provisorische Absperrungen auf eine Querungsstelle in Höhe der Gaststätte Dortmunder gelenkt. Auch danach müssen sie bis zum Radweg noch ein Stück schieben.

„Das ist eine Anregung der Polizei und passiert aus Sicherheitsgründen“, sagte Beitz. Hintergrund: Heute beginnen auch die Abrissarbeiten am Parkhaus an der Kaiserstraße. Der Baustellenverkehr rollt über den Adenauer-Platz, und dort sollen Radfahrer nicht im toten Winkel der abbiegenden Lkw gefährdet werden. Direkt am Parkhaus hinter dem Finanzamt haben Arbeiter gestern zudem eine Fahrspur speziell für den Lkw-Verkehr abgesperrt. „Die Verschwenkung des Radwegs bleibt erstmal, da der Konrad-Adenauer-Platz die zentrale Straße für den Baustellenverkehr beim Einkaufszentrum sein wird“, sagte Beitz.

 

Der Courier-Kommentar:

Gefährliche Situationen sind hier programmiert


Schmale Radwege, die auf einer Straßenseite in beide Fahrtrichtungen führen, waren schon immer großer Murks. Das gilt am Bahnhof, am Kuhberg und natürlich auf dem Großflecken. Doch jetzt wird es richtig schwierig am Bahnhof. Der Umbau der Ladenzeile mit der Container-Zwischenlösung auf dem Konrad-Adenauer-Platz dürfte noch die geringsten Probleme bereiten. Weit kniffeliger ist der Abrissstart beim Parkhaus an der Kaiserstraße. Jetzt beginnt also der Baustellenverkehr mit schweren Lkw – die Route über den Konrad-Adenauer-Platz und die Kaiserstraße wird bis zur Eröffnung der Holsten-Galerie im Herbst 2015 stark befahren sein. Zu ihrer eigenen Sicherheit werden die Radfahrer aufgefordert, am Adenauer-Platz abzusteigen und einige Meter zu schieben. Auch die Fußgänger müssen einen kleinen Umweg machen, um sicher über die Straße zu kommen. Das mochten schon gestern einige Radler aus reiner Bequemlichkeit nicht einsehen und fuhren mitten auf der Straße. Hier sind gefährliche Situationen programmiert.

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erstellt am 18.Feb.2014 | 05:00 Uhr

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