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Ausstellung „Häkellabor“ : Kunstwerke aus Alltagsmaterialien

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Künstlerin Katharina Krenkel präsentiert ihre neue Ausstellung im Museum Tuch + Technik.

Neumünster | Der Grundgedanke, dem Künstlerin Katharina Krenkel folgt, ist klar definiert: „Alles, was lang und fadenartig ist und sich nicht zu sehr wehrt, kann von mir verhäkelt werden.“ Am Ende entstehen handgroße bis raumfüllende Objekte, sogenannte Soft Sculptures, – vom überdimensionalen Apfel bis zur Skulptur aus Kassettenband. Eine Auswahl der Werke ist ab sofort im Museum Tuch + Technik am Kleinflecken zu sehen.

Die 48-Jährige betrachtet ihre Arbeit in erster Linie als einen Forschungsprozess. Das beginnt bereits bei der Auswahl der Materialien. Von Baumwolle über Plastiktüten bis hin zu Kupferdraht und Absperrband wird alles auf seine Tauglichkeit getestet. „Ich versuche, das Material bis an seine Grenze auszuloten und ihm ganz neue Aspekte abzuringen“, erklärt sie.

Auch der Zeitfaktor spielt bei Katharina Krenkels Arbeit eine besondere Rolle. An vielen Werken sitzt sie monatelang und ergänzt sie stetig, obwohl sie schon längst neue Dinge in Planung hat. „Ich habe oft das Gefühl, dass ich viel mehr Ideen habe, als ich realisieren kann“, sagt sie.

Ein Werk, an dem Katharina Krenkel sechs Monate gearbeitet hat, wird vom 11. Januar bis zum 15. Februar in der Vicelinkirche zu sehen sein. Ein rund sechs Meter langes gehäkeltes Tuch, das Wasser in all seinen Erscheinungsformen darstellt, wird dort vom Altar herabhängen.

Die Ausstellung „Häkellabor“ ist bis zum 15. Februar zu den Öffnungszeiten des Museums (dienstags bis freitags, 9 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags, 10 bis 17 Uhr) zu sehen.

Am Sonntag, 11. Januar, findet dort von 14 bis 18 Uhr ein Workshop mit Katharina Krenkel statt. Unter Anleitung der Künstlerin erforschen die Teilnehmer, wie aus alten Videobändern ein Objekt entsteht. Mitmachen kann jeder, der über etwas Häkelerfahrung verfügt. Mitzubringen ist eine Häkelnadel Nr. 12. Die Kosten betragen 20 Euro, inklusive Eintritt, Material, Kaffee und Gebäck. Anmeldungen werden bis zum 5. Januar unter Tel. 55 95 80 erbeten.

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erstellt am 31.Okt.2014 | 08:00 Uhr

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