Grüne : Kultur fördern

Sebastian Fricke
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Sebastian Fricke

Sebastian Fricke fand die Überarbeitung der Köste überfällig.

shz.de von
16. Mai 2013, 08:01 Uhr

Neumünster war bislang aus touristischer Sicht vor allem eine Messe- und Kongress-"Destination". Durch die Ansiedlung des Designer-Outlet-Centers (DOC) ist die Stadt nun auch als Einkaufsziel eine Reise wert.

Die Funktion als zentraler Ausgangspunkt für Rad-Reisen in die Region oder für Gäste, die Schleswig-Holstein insgesamt erkunden wollen, muss gesteigert werden. Dies gelingt vor allem durch attraktivere Angebote im Zimmer- und Gastronomieangebot. Hier kann die Stadt, die Politik eingeschlossen, allerdings nur unterstützend handeln.

Neumünster zeichnet sich durch ein großes kulturelles Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger aus. Das Caspar-von-Saldern-Haus, das KDW am Waschpohl, die Gerisch-Stiftung oder die Bürgergalerie im Vicelin-Viertel sind nur einige wenige Beispiele hierfür. Zu einem Highlight hat sich der Kunstflecken entwickelt, der auch landesweit wahrgenommen wird. Eine starke Nachfrage ist bei stadtweiten Events wie der Museumsnacht, der Art-Tour oder jüngst bei den erstmalig veranstalteten Fallada-Tagen festzustellen.

Eine stärkere Förderung von kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen ist sicherlich wünschenswert, konkurriert aber mit anderen Angeboten der Stadt, die ebenfalls finanziert werden müssen.

Die Überarbeitung der Holstenköste war überfällig. Ob die Verschlankung angenommen wird und wo gegebenenfalls nachgebessert werden sollte, müssen die Organisatoren nach dem diesjährigen Versuch bewerten.

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