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Fachtagung : Kultur als Schlüssel zur Integration

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 100 Kunstschaffende, Pädagogen und Vertreter sozialer Einrichtungen diskutierten im KIN über die Bedeutung „kultureller Bildung“

von
erstellt am 24.Nov.2015 | 19:46 Uhr

Neumünster | Kunst und Kultur sind kein Luxus, sondern – unter anderem – wichtige Instrumente Kinder und Jugendliche zu selbstständigen Bürgern zu erziehen. Das wurde gestern einmal mehr auf einem von der Stadt einberufenen Expertenforum im Lebensmittelinstitut KIN deutlich. Auf Einladung des Kulturbüros der Stadt diskutierten rund 100 Fachleute – Kulturschaffende, Pädagogen, Erziehungswissenschaftler und Vertreter sozialer Einrichtungen – drei Stunden lang über Wert und Wirkung „kultureller Bildung“ und wie man sie in der Praxis noch stärker vorantreiben kann. Das hoffnungsvolle Motto: „Kulturelle Bildung kann mehr!“

Viele Teilnehmer hatten dabei – naheliegend – offenbar vor allem (aber nicht nur) die Mammutaufgabe der Flüchtlingsintegration vor Augen. Das wurde bereits in der lockeren Eröffnungsrunde mit Kulturministerin Anke Spoorendonk, Oberbürgermeister Dr. Olaf Taurus und Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth klar, als sich Moderator Dr. Martin Lätzel nach konkreten Beispielen für „gelebte“ kulturelle Bildung erkundigte. Humpe-Waßmuth, als Stadtrat auch für Kultur zuständig, fielen unter anderem das Jugendtheaterfestival, Tanzseminare des Kulturbüros oder auch Keramikworkshops mit der Stadttöpferei ein, in denen sich Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturkreisen kennen und im Idealfall eben auch schätzen lernen. „Kulturarbeit hat einen hohen Integrationsfaktor“, sagte der Sozialdezernent, gerade unter Jugendlichen gebe es da auch ohne Sprache positive Effekte.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras lobte unter anderem die wertvolle kunstpädagogische Arbeit der Herbert- Gerisch-Stiftung, die ebenfalls immer wieder jugendliche Flüchtlinge einlädt: „Ich sehe auf den Ausstellungen nicht nur deren Kunst, sondern auch, was sie mit den jungen Künstlern macht: Da wächst Selbstvertrauen! “

Beide Stadtvertreter sehen die Stadt bei den Angeboten zur kulturellen Bildung, gerade auch für „bildungsferne“ Schichten, auf einem guten Weg. So hat die Stadt bereits im vergangenen Jahr das Programm „KulturTeil“ angeschoben, um die Chancen für Kinder und Jugendliche zur Teilhabe an Kultur zu verbessern.

Ziel ist es dabei, Kinder und Jugendliche bereits in der Kita und Schule mit Kultur vertraut zu machen . Dafür vermittelt das Kulturbüro Projekte aus verschiedenen Kultursparten, die Kinder in Kontakt mit Künstlern und Kulturinstitutionen bringen sollen. Alle Projekte sind in einer Datenbank unter www.kulturteil-nms.de einsehbar. Für teilnehmende Kitas und Schulen aus Neumünster übernimmt das Kulturbüro jeweils 70 Prozent der Projektkosten bis maximal 400 Euro.

ÖFFNUNGSZEITEN 

Allgemeinärztliche Anlaufpraxis am FEK: Mo., Di., Do. 19 – 22 Uhr, Mi. und Fr. 16 - 21 Uhr, Sa., So. und Feiertag 9 - 14 und 16 - 21 Uhr.

Kinder- und jugendärztliche Anlaufpraxis: Mi. und Fr. 17 - 19 Uhr, Sa., So. und Feiertag 10 -13 und 16 - 19 Uhr (ab 1. Dezember).

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