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Projekt Kulturteil : Kultur als Chance für alle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Angebote für Kitas und Schulen sollen auch bildungsferne Familien erreichen

Neumünster | „Bildung ist auch kulturelle Bildung und Kultur ein wichtiger Faktor, um den Zusammenhalt und die Integration zu fördern“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Die Stadt startet daher jetzt ihr Projekt „Kultur-Teil – kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche“ und stellt dafür – vorerst befristet bis 2017 – 80 000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Das Angebot richtet sich an Kitas und Schulen – um auf diesem Weg auch Kinder aus bildungsfernen Familien zu erreichen, machte Kulturdezernent Günter Humpe-Waßmuth deutlich. 53 000 Euro des Budgets stammen aus nicht verbrauchten Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets von Land und Bund, die übrigen 27 000 Euro macht die Stadt locker. Das hatte der Schul-, Kultur- und Sportausschuss im Mai so beschlossen.

Herzstück des Programms ist eine Datenbank im Internet, die eine unter der Adresse www.kulturteil-nms.de eine Übersicht über die kulturpädagogischen Angebote für Kitas und Schulen bietet. Sie sind übersichtlich nach Themen wie Literatur/Leseförderung, Medien, Musik, Theater/Tanz oder Zirkus aufgeführt und noch einmal differenziert nach den Zielgruppen von der Kita über die Grundschule bis hin zur Oberstufe.

Die Resonanz ist groß: Innerhalb kurzer Zeit meldeten Einrichtungen von der Volkshochschule über das das Museum bis hin zu privaten Anbietern wie die Ballettschule Tavormina mehr als 100 Angebote an. Alle können mit bis zu 70 Prozent der Kosten, maximal 400 Euro je Angebot, von der Stadt gefördert werden. „Der bürokratische Aufwand ist bewusst klein gehalten“, sagte Agnes Trenka vom Kulturbüro, das die Federführung hat und auch Fragen zum Kultur-Teil-Programm beantwortet.

Ergänzt wird das Projekt um zwei Patenschaftsmodelle. So sind Unternehmen, Vereine oder Stiftungen aufgerufen, sogenannte Kultur-Teil-Patenschaften und die Finanzierung der Restsumme zu übernehmen. Unter dem Motto „Neumünster erkunden“ sind weitere Patenschaften angedacht, bei denen Paten Kitagruppen oder Schulklassen bestimmte Seiten der Stadt zeigen, sei es der Tierpark oder das Theater.

Es gibt schon erste Anfragen von Kitas und auch positive Signale aus der Wirtschaft. „Ich bin ganz optimistisch“, sagte Kulturbüroleiterin Johanna Göb.

Kommentar:

Guter Ansatz

Ganzheitliche Bildung ist für  Kinder und Jugendliche und ihre Entwicklung wichtig. Und Kulturangebote sind ein wichtiger Teil davon. Dabei darf die soziale Herkunft kein Ausschlussgrund sein. Der Weg über Kitas und Schulen ist der richtige, um auch sogenannte bildungsferne Familien zu erreichen, die von sich aus nicht dazu kämen, ihre Kinder anzumelden.

 

 

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erstellt am 22.Aug.2014 | 05:45 Uhr

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