zur Navigation springen

Duo im Volkshaus : Künstler bestachen mit Hingabe und Perfektion

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Cellistin Ariana Burstein und der Gitarrist Roberto Legnani machten mit ihrem Programm im Volkshaus Station.

Neumünster | Ein wunderschönes, tief berührendes Konzert boten am Montagabend die Cellistin Ariana Burstein und der Gitarrist Roberto Legnani den 25 Besuchern des Tungendorfer Volkshauses. Die beiden brillanten Profi-Musiker zeigten, dass man mit zwei Saiteninstrumenten perfekte Kammermusik machen kann.

Ariana Burstein und Roberto Legnani präsentierten Eigenkompositionen und Arrangements berühmter Werke. Die beiden Künstler bestachen nicht nur mit musikalisch-technischer Perfektion, sondern auch mit ihrer spürbaren Hingabe an die Musik. Ob die gebürtige Argentinierin Ariana Burstein die Saiten ihres Cellos zupfte oder strich, immer tat sie es mit der lächelnden Anmut einer Künstlerin, die ihr Instrument in- und auswendig kennt.

Seit 1996 sind die beiden preisgekrönten Künstler als Duo unterwegs. Ariana Burstein ist in Argentinien, Uruguay und Israel aufgewachsen, lebte in Frankreich und zurzeit in Deutschland. Roberto Legnani hat in Freiburg Gitarre studiert und Lehraufträge unter anderem in Südkorea und den USA wahr genommen.

So weltoffen wie die beiden Künstler ist auch ihr aktuelles Tournee-Programm „Klassik und Weltmusik“. Darin bringen sie Stücke aus verschiedenen Kulturen und Zeiten zusammen. Den Auftakt machte die musikalische Präsentation des geheimnisvollen Orts Tir Na Nóg aus dem keltischen Mythos. Danach folgten Stücke des Meisters der spanischen Barock-Gitarre, Gaspar Sanz (1640-1710).

Mit eigenen Kompositionen entführte das Duo die andächtigen Zuhörer in die alttestamentarische Wüste Ägyptens, denn die Künstler haben mit dem Zyklus „Bamidbar“ Stationen der aus Ägypten vertriebenen Israeliten nachgemalt. Auf dem Programm standen unter anderem Tango und ein musikalisches Mahnmal namens Krakau 1941, das an die ermordeten Opfer des Holocaust erinnern soll. Mit glücklichem Lächeln nahmen die Musiker den dankbaren Applaus des Publikums auf.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen