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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 21:34 Uhr

Kühls Konzept macht landesweit Schule

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ruhe bewahren wenn die Rauchmelder Alarm schlagen, per Notruf die Feuerwehr alarmieren und die Kinder bis zum Eintreffen der Brandschützer geordnet aus der Gefahrenzone zu bestimmten Sammelpunkten führen. Einmal im Jahr wird in der Kita Aukrug der Ernstfall geprobt. Diesmal rückten die Brandschützer der Ortswehren aus Böken und Innien an. Außerdem stand der Wasbeker Wehrführer Heinrich Kühl Kollegen aus Owschlag, Holzbunge und Nortorf zu seinen Brandschutzempfehlungen für Krippenkinder Rede und Antwort.

Während der Übung stellte sich heraus, dass über dreijährige Mädchen und Jungen dank vorheriger Übungen schon wissen, wie sie sich verhalten müssen. Sie befolgten artig die Anweisungen der Erzieherinnen um die Leiterin Heike Staben-Söth, die sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst sind. „Bis zum Eintreffen der Feuerwehr können bis zu acht lange Minuten vergehen, in denen wir ganz allein auf uns gestellt sind“, sagte die Leiterin.

Deutlich brisanter gestaltet sich dagegen die Rettung von Kindern unter drei Jahren, die weder laufen noch sprechen können und in Panik geraten, wenn sich ihnen zum Beispiel ein Feuerwehrmann in Atemschutzausrüstung nähert. Der Wasbeker Gemeindewehrführer und Brandschutzbeauftragte des Amtes Mittelholstein Heinrich Kühl hat deswegen ein Konzept für Übungen erarbeitet. Seine Ehefrau Marlen hat dafür zehn Kinder-Dummys angefertigt, die von der Größe und vom Gewicht (rund sieben bis zwölf Kilogramm schwer) her einem Krippenkind entsprechen und einzig im Land sind (der Courier berichtete). „Dank Heinrich Kühl sind wir auf Bundesebene den Wehren ein ganzes Stück zum Thema Rettung von Unter-Dreijährigen voraus“, sagte dazu Dieter Krusche, Fachwart für die Brandschutzerziehung im Kreisfeuerwehrverband. Der Wasbeker Feuerwehrmann war nach Aussage von Krusche mit seinem Rettungskonzept für die Krippenkinder nicht nur der Zeit um Jahre voraus, sondern trug auch entscheidend dazu bei, dass der Landesfeuerwehrverband handelte. Schon zwei Jahre vor dem elterlichen Rechtsanspruch ab August vorigen Jahres auf einen Kita-Platz auch für unter Dreijährige hatte Kühl in der Kita Aukrug mit den Erzieherinnen die Rettung der Jüngsten einstudiert. Dieter Krusche kündigte noch für dieses Jahr die Herausgabe eines Handlungskonzeptes des Landesfeuerwehrverbandes für U3-Kinder an die Träger von Kitas, Erzieherinnen und Wehren an, das die Handschrift von Heinrich Kühl tragen wird.









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