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Ruthenberg : Kritik am geplanten Flüchtlingsheim

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilvorsteher Uwe Holtz befürchtet einen weiteren Brennpunkt / Es gibt eine Beiratssitzung am 24. Februar

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Das geplante neue Heim für minderjährige Flüchtlinge an der Slevogtstraße 31 stößt auf massive Kritik im Stadtteilbeirat. „Dann ballt sich alles in Brachenfeld-Ruthenberg. Das kann es doch nicht sein“, sagt Stadtteilvorsteher Uwe Holtz (SPD).

Gleich mehrere Punkte stoßen ihm sauer auf. Der Standort mitten im Wohngebiet sei ungeeignet und nur wenige hundert Meter von der zentralen Erstaufnahmestelle am Haart entfernt. Damit erhalte der ohnehin belastete Stadtteil einen weiteren Brennpunkt, so Holtz.

Um die vielen minderjährigen Flüchtlinge unterzubringen, plant die Stadt, zwei Grundstücke zu verkaufen, auf denen ein Jugendhilfeträger dann Heime bauen soll: an der Slevogtstraße und an der Memellandstraße neben dem Log In (der Courier berichtete). An der Slevogtstraße ist jetzt noch der Ruthenberger SV untergebracht.

Der Hamburger Investor, über den spekuliert wird, ist nach Aussage von Uwe Holtz kein unbeschriebenes Blatt. Er sei vor einigen Jahren mehrfach negativ in die Schlagzeilen geraten. „Ich habe mit der Polizei gesprochen, dort sind die bereits bekannt“, sagt Uwe Holtz. Er rechnet damit, dass ein Betreiber das Heim immer voll besetzen will. Reichten die Neumünsteraner Flüchtlinge nicht aus, kämen junge Leute aus anderen Landesteilen, vermutet Holtz: „Die wollen ja Geld verdienen.“ Für wahrscheinlich hält der Stadtteilvorsteher es auch, dass sich der Ruthenberger SV auflöst. Er würde ja seine Bleibe verlieren.

Holtz fordert Antworten von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Der ist eingeladen zur Stadtteilbeiratssitzung am Mittwoch, 24. Februar, um 19.30 Uhr in der Gemeinschaftsschule Brachenfeld. „Es gibt viele Fragen. Der OB muss sich dazu stellen“, so Holtz.

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